Peter Inselkammer übernimmt Präsidentschaft der IHK München

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Die Vollversammlung der IHK für München und Oberbayern hat den Münchner Hotelier und Gastronomen Peter Inselkammer zum neuen Präsidenten gewählt. Der 56-Jährige übernimmt damit zugleich die Präsidentschaft des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK). Bei der Wahl erhielt Inselkammer 86 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen und keiner Gegenstimme. Er war der einzige Kandidat.

Mit der Wahl rückt erneut ein Vertreter des Gastgewerbes an die Spitze einer großen bayerischen Wirtschaftsorganisation. Peter Inselkammer ist der Neffe von Angela Inselkammer, der Präsidentin des Dehoga Bayern. 

Peter Inselkammer hatte das Präsidentenamt bereits vertretungsweise ausgeübt, nachdem sein Vorgänger Klaus Josef Lutz im Januar 2026 zurückgetreten war. Das Amt des BIHK-Präsidenten war in dieser Zeit vakant geblieben. Nach der Satzung des BIHK wird die Präsidentschaft in Personalunion vom Präsidenten der IHK für München und Oberbayern ausgeübt.

„Ich bedanke mich herzlich bei allen Mitgliedern der Vollversammlung für das Vertrauen. Die nachhaltige Entwicklung der Wirtschaftsregion Oberbayern, eine der stärksten Wirtschaftsregionen Europas, und die Interessenvertretung unserer Unternehmen ist für mich eine persönliche Herzensangelegenheit“, erklärte Inselkammer nach seiner Wahl.

Inselkammer fordert mehr Unternehmertum und weniger Bürokratie für Betriebe

Der neue Präsident verwies auf seine eigene Erfahrung mit den Herausforderungen mittelständischer Unternehmen. Die IHK sehe er in der Verantwortung, den Betrieben eine gemeinsame Stimme zu geben.

„Ich möchte mich einsetzen für mehr Unternehmertum, weniger Bürokratie und weniger Bedenkenträger. Ich möchte für Zuversicht und Innovationsfreude stehen, denn das ist die Basis für eine erfolgreiche Zukunft unserer Betriebe“, sagte Inselkammer.

Der gebürtige Bad Tölzer ist seit 2011 Mitglied der IHK-Vollversammlung und gehört seit 2021 dem Präsidium an. Von 2021 bis 2026 führte er den IHK-Regionalausschuss Landeshauptstadt München, zuvor war er von 2019 bis 2021 Vorsitzender des IHK-Tourismusausschusses.

Nach einer Ausbildung zum Hotelkaufmann und einem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Regensburg übernahm Inselkammer 1999 die Position des persönlich haftenden Gesellschafters im Münchner Familienunternehmen Platzl Hotel Inselkammer KG. Zudem ist er Festwirt im Armbrustschützenzelt auf dem Oktoberfest.

Dehoga Bayern gratuliert dem Neffen seiner Präsidentin zur Wahl

Der Dehoga Bayern gratulierte Inselkammer zur Wahl. Landesgeschäftsführer Thomas Geppert erklärte: „Mit Peter Inselkammer übernimmt eine Persönlichkeit Verantwortung, die sowohl alle Anliegen der Wirtschaft als auch der Region München-Oberbayern aus langjähriger eigener Erfahrung kennt.“

Christian Bär, Bezirksvorsitzender für Oberbayern, verwies auf Themen wie Bürokratie, Kostenbelastungen, Fachkräftesicherung und Standortfragen. „Peter Inselkammer steht für Unternehmertum, Verlässlichkeit und ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen unserer Betriebe“, erklärte Bär.

Auch Christian Schottenhamel, Vorsitzender der Münchner Kreisstelle des Verbands, würdigte die Wahl. „Peter Inselkammer kennt München, die Betriebe und die Menschen, die tagtäglich Verantwortung übernehmen. Er weiß, was Tourismus, Gastronomie, Hotellerie und die vielen mittelständischen Unternehmen für unsere Stadt leisten – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell.“

Vollversammlung bestimmt zwölf Vizepräsidenten für das neue IHK-Präsidium

Neben dem Präsidenten wählte die Vollversammlung ein Präsidium aus zwölf Vizepräsidenten. Dazu gehören Franz Schabmüller jun., Sonja Ziegltrum, Karin Elsperger, Johannes Hauner, Otto Heinz, Bernd Hochberger, Christian Krömer, Ingrid Obermeier-Osl, Benedict Padberg, Laura Sasse, Dagmar Schuller und Denise Schurzmann.

Der Wahl war im Frühjahr 2026 die reguläre IHK-Wahl vorausgegangen. Nach Angaben der Kammer waren in Oberbayern mehr als 400.000 Mitgliedsunternehmen aufgerufen, ihre Vertreter für die Vollversammlung und die 20 Regionalausschüsse zu bestimmen. Die Wahl findet alle fünf Jahre statt.

Der BIHK vertritt als Dachorganisation der neun bayerischen Industrie- und Handelskammern nach eigenen Angaben rund eine Million Mitgliedsunternehmen. Die Tätigkeit in den gewählten IHK-Gremien erfolge ehrenamtlich; eine Vergütung, Aufwandsentschädigung oder Kostenerstattung gebe es nicht.

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