Politik

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Die neue Nationale Tourismusstrategie ist beschlossen. Mit dem Ziel, den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, setzt die Bundesregierung auf eine Kombination aus Bürokratieabbau, steuerlichen Erleichterungen und einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes.

Der Landtag von Baden-Württemberg hat den Weg für die Rückerstattung von Corona-Soforthilfen frei gemacht. Wer vor dem 8. April 2020 Anträge stellte und bereits Geld zurückgezahlt hat, erhält dieses nun inklusive Zinsen zurück – allerdings erst nach einem noch einzurichtenden Antragsverfahren.

Mit Anwälten und Abmahnungen kämpfen die Oktoberfestwirte gegen den illegalen Weiterverkauf von Tischreservierungen. Nachdem erste Urteile gegen horrende Preise gefallen sind, warnen Stadt und Wirte nun gemeinsam: Gültig sind nur Original-Reservierungen.

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will das Verbot der Bettensteuer durch den Freistaat Bayern vor dem Bundesverfassungsgericht prüfen lassen. Zuerst muss aber noch der Stadtrat zustimmen.

Ronald Pofalla muss auf seinen neuen Job noch ein bisschen warten. Wie Bahn-Chef Rüdiger Grube bekannt gab, werde der Aufsichtsrat bei der Sitzung Ende März nur über ein Konzept zur politischen Kommunikation beraten. Es stünden keine Personalentscheidungen an. Die Einführung des Postens scheint aber nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Denn wie Grube deutlich machte, seien die Aufgaben im Bereich Politik und Regulierung für die Interessen der Bahn in Berlin und vor allem in Brüssel von großer Bedeutung.

Seit der WM 2006 werden große Fußballereignisse in Deutschland draußen und im Rudel geguckt. Dumm nur, dass wegen der Zeitverschiebung in diesem Jahr die meisten Spiele laufen, wenn es hierzulande mitten in der Nacht ist. Doch könnte die Regierung ein Einsehen haben. Laut eines Medienberichtes will Umweltministerin Hendricks nächtliches Public Viewing erlauben.

Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages halten die Ausnahmen beim Mindestlohn für Studenten und Rentner offenbar für verfassungswidrig. Laut eines Berichtes der Süddeutschen Zeitung könnten sie gegen den Grundsatz im Grundgesetz verstoßen, alle Menschen gleich zu behandeln. Rechtlich unproblematisch seien hingegen Ausnahmen bei ehrenamtlichen Tätigkeiten, Auszubildenden oder Praktikanten in der Ausbildung. 

Schadensbegrenzung beim größten deutschen Autoclub – auf einer Pressekonferenz entschuldigte sich gestern der ADAC-Geschäftsführer Karl Obermair für die Manipulationen beim Publikumspreis „Gelber Engel“. Der verantwortliche Michael Ramstetter habe die Abstimmung in einer unglaublich dreisten Art und Weise verändert. Der ADAC sei bis ins Mark getroffen. „Nicht überrascht“ von der Manipulation zeigte sich hingegen Horst Seehofer. Der CSU-Chef habe sich nach eigenen Angaben auch über andere Zahlen in der Vergangenheit gewundert.

Krisenstimmung beim ADAC – der Automobilclub musste einräumen, bei seinem Publikumspreis „Gelber Engel“ ordentlich geschummelt zu haben. Kommunikationschef Michael Ramstetter legte sämtliche Ämter nieder. Er hatte zuvor zugegeben, gefälschte Stimmzahlen veröffentlicht zu haben. Für den ADAC sind die Folgen des Betrugs noch gar nicht abzusehen. Schon bringen sich Experten in Position, die die Glaubwürdigkeit aller Tests in Frage stellen. Auch die Pannen- und Tunnelstatistik müsse man nun untersuchen, so Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen. Wenn sie beim Gelben Engel lügen würden, könne man das auch für andere Bereiche nicht ausschließen.

Die Einführung des absoluten Rauchverbots in der nordrhein-westfälischen Gastronomie sorgt noch immer für Ärger in der Branche, wie die Ergebnisse einer Umfrage des Dehoga NRW nahelegen. 81 Prozent der Schankbetriebe beklagten demnach Umsatzeinbußen, davon mehr als jeder Zweite über 30 Prozent. Das Hauptproblem in Betrieben mit einem hohen Raucheranteil sei, dass mehr draußen gestanden als drinnen getrunken werde, so Hauptgeschäftsführer Klaus Hübenthal. Auch der angekündigte Ansturm neuer Nichtrauchergruppen sei weitestgehend ausgeblieben.

Wie verschiedene Medien berichtet hatten, soll die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner wegen einer vergessenen Handtasche den Start einer Lufthansa-Maschine gestoppt haben. Doch wie die Politikerin der Grünen und die Lufthansa nun mitteilten, hatte das Flugzeug wegen Nebels ohnehin nicht starten können. Deshalb wurde eine Ausnahme gemacht und der Politikerin ihre Tasche gebracht. Nach Darstellung der Grünen hätten CDU-Politiker, die ebenfalls mit an Bord waren, das Gerücht des gestoppten Flugzeugs in die Welt gesetzt.

Normalerweise ist der Regierende Bürgermeister von Berlin bei Empfängen des dortigen Hotel- und Gaststättenverbandes ein gern gesehener Gast. In dieser Woche musste sich Wowereit allerdings wegen der Bettensteuer die Buhrufe der beim DEHOGA-Neujahrsempfang anwesenden Hoteliers gefallen lassen. Wowereit nahm es mit Humor: Beim nächsten Empfang werde die Branche wieder lächeln, weil der Verband entweder seine Klage gegen die Steuer gewinne oder sich aber zeige, dass die ganze Aufregung umsonst gewesen sei.