Die neue Nationale Tourismusstrategie ist beschlossen. Mit dem Ziel, den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, setzt die Bundesregierung auf eine Kombination aus Bürokratieabbau, steuerlichen Erleichterungen und einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes.
Eine breite Allianz von Wirtschaftsverbänden fordert in einem Brandbrief den Stopp der Potsdamer Verpackungssteuer. Sie warnen vor Preissteigerungen von bis zu 50 Prozent und bezweifeln den ökologischen Nutzen der Abgabe.
Der Landtag von Baden-Württemberg hat den Weg für die Rückerstattung von Corona-Soforthilfen frei gemacht. Wer vor dem 8. April 2020 Anträge stellte und bereits Geld zurückgezahlt hat, erhält dieses nun inklusive Zinsen zurück – allerdings erst nach einem noch einzurichtenden Antragsverfahren.
Mit Anwälten und Abmahnungen kämpfen die Oktoberfestwirte gegen den illegalen Weiterverkauf von Tischreservierungen. Nachdem erste Urteile gegen horrende Preise gefallen sind, warnen Stadt und Wirte nun gemeinsam: Gültig sind nur Original-Reservierungen.
Die EU-Kommission geht mit einem Kartellverfahren gegen den US-Suchmaschinengiganten Google vor. Der Vorwurf: Der Konzern könnte seine dominante Position bei der Internet-Suche missbrauchen. Das könnte am Ende Konkurrenten wie Reise- oder Hotelportalen und den Verbrauchern schaden. Das Verfahren wird wohl mindestens ein Jahr andauern. Am Ende könnte eine Strafe in Milliardenhöhe stehen.
Seit Anfang des Jahres gilt der Mindestlohn – die CSU sieht jedoch noch dringenden Handlungsbedarf. Vor allem die Dokumentationspflichten für die Arbeitgeber müssten demnach reformiert werden. Doch auch die Abgrenzung ehrenamtlicher Tätigkeiten und die Minijobs seien problematisch.
Schon seit Anfang 2015 gehört die Deutsche Hotelakademie (DHA) zum Kreis der Preferred Partner des Hotelverbandes Deutschland (IHA). In Sachen Weiterbildung arbeitet die IHA zukünftig mit der DHA zusammen, die auf berufsbegleitende Weiterbildungen für Fachkräfte aus der Hotellerie spezialisiert ist.
Während die Arbeitgeber weiterhin eine Überarbeitung des Mindestlohns fordern, darf es, nach Ansicht der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), keine weiteren Ausnahmen geben. Schließlich seien schon jetzt zu viele Menschen von der Untergrenze ausgenommen, so die Vorsitzende Michaela Rosenberger. Die Arbeitgeberseite kritisierte hingegen die Dokumentationspflichten, durch die zehntausende Familienbetriebe unter Generalverdacht gestellt würden.
Zwei Wochen nach der Unister-Aufnahme in den Deutschen Reiseverband (DRV) ist die Aufregung noch groß. Vor allem die mittelständischen Reisemittler können sich mit dem neuen Mitglied nicht so richtig anfreunden. Einige von ihnen haben sich nun zusammengetan und in einem offenen Brief die schlechte Kommunikationspolitik im Vorfeld der Aufnahme angeprangert. Zudem interessiere es sie, was sich seit der kategorischen Ablehnung von Unister im Jahr 2013 verändert habe.
Die Hotels und Gaststätten im Südwesten der Republik klagen noch immer über den Mindestlohn. Nicht die Höhe sei das Problem, sondern die Umsetzung und die Dokumentation, so der baden-württembergische Dehoga-Präsident Fritz Engelhardt. Laut einer Verbandsumfrage würden viele Betriebe Einschränkungen beim Angebot und den Öffnungszeiten planen.
Die Beschäftigten im baden-württembergischen Gastgewerbe bekommen ab dem 1. April 2,9 Prozent mehr Lohn. Wie der Dehoga gestern mitteilte, einigten sich der Verband und die NGG auf einen entsprechenden Tarifvertrag. Auch für die Azubis hat es sich gelohnt: Sie bekommen zwischen 3,75 und 5,2 Prozent mehr. Damit die Betriebe den Einsatz der Mitarbeiter künftig besser planen können, sollen zudem die Arbeitszeiten flexibler gestaltet werden können.
Im Thüringer Gastgewerbe kam es am Wochenende zu einem kleinen Warnstreik im Gastgewerbe. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatten etwa 80 Beschäftigte am Samstag für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. Auch eine komplette Schicht des Fünf-Sterne-Hotels auf der Wartburg beteiligte sich demnach am Ausstand. Der Tarifstreit läuft seit Januar, es geht um höhere Gehälter und Ausbildungsvergütungen.