Aiwanger: Gastro-Innenräume mit Luftreinigern öffnen

| Politik Politik

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat eine bevorzugte Öffnung von Gasthäusern mit besserer Ausstattung zum Corona-Schutz vorgeschlagen. Wenn erwiesen sei, dass Luftreiniger die Viren unschädlich machen, müsse man Innenräume mit solchen Geräten wie Außenbereiche behandeln, sagte er am Freitag anlässlich der Vorstellung einer Studie zur Raumluftreinigung. Sie stammt vom Fraunhofer-Institut und wurde im Auftrag des Hotel- und Gaststättenverbands, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und des Wirtschaftsministeriums durchgeführt.


Luftreiniger für Restaurant und Hotels: Wissenschaftlich getestet, bis zu 90% förderfähig

Wenn Gastronomen und Hoteliers wieder Gäste empfangen, denke Sie an die Sicherheit ihrer Gäste. Mit einem professionellen Plasma-Raumluftreiniger wird die Luft in Gasträumen nahezu virenfrei gehalten. Jetzt im Rahmen der Überbrückungshilfe III bis zu 90% förderfähig; durch eine förderfähige Finanzierungsoption schaffen Sie zusätzliche Liquidität.

Mehr erfahren


 

Wer viel Geld für Schutzmaßnahmen ausgebe, solle auch Leute hereinlassen dürfen, sagte der Minister. Dabei hält er Unterschiede je nach Ausstattung für sinnvoll. Eine mit Luftreinigern ausgerüstete Gastronomie, die ihre Gäste testet, könne dann eben geöffnet werden, «und der andere eben nicht».

Aiwanger rief dazu auf, im Kampf gegen Corona mehr auf Technik zu setzen und differenziertere Lösungen zu finden. Dies sei überfällig, um «möglichst viel Normalität zurückzuholen».

Studienleiter Gunnar Grün vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Valley sagte, die Studie habe gezeigt, dass die Technologien zur Raumluftreinigung wirkten. Getestet wurden unter anderem Geräte, die das Virus mit Filtern aus der Luft entfernen, aber auch solche, die es mit Ionisierung, Ozon oder UV-Strahlung inaktivieren. Zusätzlich sieht er aber auch das Lüften als wichtigen Baustein zum Corona-Schutz.

Wichtig sei, dass die Geräte gewisse Qualitätskriterien erfüllen - beispielsweise ausreichend gute Filter haben, genügend Luft umwälzen und nicht zu laut sind. Zudem dürften keine gesundheitsschädlichen Nebenprodukte entstehen.

Um Betrieben bei der Auswahl von Luftreinigern für ihre spezifische Situation zu helfen, soll voraussichtlich ab kommender Woche ein vom Fraunhofer-Institut erstellter Konfigurator online gehen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Vertreter des Berliner Senats und des Dehoga haben das Konzept für die Errichtung des Hoga Campus in Berlin-Tempelhof vorgestellt. Das Projekt soll Ausbildung, Weiterbildung, Praxis und Austausch an einem Ort verknüpfen.

Anfang Juli bezeichnete der DEHOGA Bayern die höhere Pauschalsteuer für Minijobs noch als „moderate Anpassung“. Zwei Monate später spricht der Bundesverband von einem „völlig falschen Signal“. Ein Kommentar von Marc Schnerr über veränderte Rahmenbedingungen – und bemerkenswert unterschiedliche Tonlagen.

Zahlreiche Wirte an der Frankfurter Bockenheimer Landstraße wenden sich gegen den geplanten Straßenumbau. In einem offenen Brief fordern sie Verkehrsdezernent Yannick Schwander auf, die vorgesehene Verkehrsführung zu überarbeiten.

Mit deutlicher Kritik reagiert der Dehoga auf den Kabinettsbeschluss zur Einkommensteuerreform. Wer sich politisch zum Minijob bekenne, müsse ihn auch bezahlbar halten, so Verbandspräsident Guido Zöllick.

Online-Plattformen für Kurzzeitvermietungen müssen erstmals Belegungsdaten über die Datendrehscheibe der Bundesnetzagentur übermitteln. Tobias Warnecke vom Hotelverband Deutschland verweist bei der Umsetzung auf die entscheidende Rolle einer zentralen Infrastruktur auf Landesebene.

Bis zu 120 Betriebe aus Rheinland-Pfalz sollen das kostenfreie Beratungsangebot bis Ende 2027 nutzen können. Minister Ebling hat vor allem Hoteliers oder Gastronomen aus einer Region im Auge.

Die EU-Kommission hat Einwände gegen Teile der geplanten deutschen Tierhaltungskennzeichnung. Ein Verbändebündnis um den DEHOGA fordert deshalb erneut, die vorgesehene Kennzeichnungspflicht für die Außer-Haus-Verpflegung aus dem Gesetzentwurf zu streichen.

Die Bundesregierung bereitet eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke vor. Die Deutschen zeigen sich bei dem Thema gespalten.

Großbritannien konnte den Zuckergehalt in Softdrinks fast halbieren, Frankreich stützt mit der Zuckersteuer die Krankenversicherung von Bauern und ein Land besteuert Limonade, aber fördert Schnaps.

Die EU-Kommission sieht im Entwurf des Gesetzes zur Tierhaltungskennzeichnung einen Verstoß gegen das EU-Recht. Ein Verbändebündnis aus Gastronomie und Lebensmittelwirtschaft fordert daraufhin die Streichung der Pflichtkennzeichnung für die Außer-Haus-Verpflegung.