Amtsärzte dringen auf einheitliche Corona-Vorgaben für Herbst und Winter

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Die Amtsärzte dringen auf einheitliche Corona-Vorgaben für Herbst und Winter. «Wir brauchen länderübergreifende Maßstäbe, wann welche Regel gilt», sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Johannes Nießen, der Funke Mediengruppe.

Nötig seien «harte, klare Stufen». Es dürfe bei gleicher Infektionslage nicht passieren, dass man über die Landesgrenze von Bayern nach Baden-Württemberg fahre und die Maske im Restaurant mal tragen müsse und mal nicht. «Eine solche Kakophonie ist den Bürgern nicht vermittelbar.»

Nießen regte eine Art Ampelsysten an. Bei einer Inzidenz unter 500 und weniger als 1000 Covid-Intensivpatienten bundesweit sowie keinerlei besorgniserregenden Hinweisen aus den Abwasseranalysen sei man wahrscheinlich noch im grünen Bereich. Bei höheren Werten müsse man bei Veranstaltungen in Innenräumen Masken vorschreiben.

«Bei einer Inzidenz über 1000 und mehr als 5000 Covid-Intensivpatienten sollte die Ampel auf Rot springen», sagte der Arzt. «Dann sollten auch keine Ausnahmen von der Maskenpflicht mehr möglich sein und es muss über weitergehende Maßnahmen entschieden werden.»

Die Bundesregierung hat Vorschläge für die kommenden Monate vorgelegt, die nun mit den Ländern beraten werden. Am 24. August soll der Entwurf für ein Schutzkonzept das Kabinett passieren. Anschließend wären Bundestag und Bundesrat an der Reihe. (dpa)


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