Arbeitgeber für steigende Lebensarbeitszeit

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Deutschlands Arbeitgeber haben gefordert, dass bei weiter steigender durchschnittlicher Lebenserwartung in Deutschland auch die Arbeitsdauer im Leben eines Arbeitnehmer ansteigt.

«In den kommenden Jahren wird die «Babyboomer»-Generation in Rente gehen und der Druck auf unsere sozialen Sicherungssysteme wird aufgrund dieses demografischen Wandels immer stärker werden», sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Deshalb ist klar - und wir sollten uns alle bei diesem Thema auch einmal ehrlich machen: Wenn unsere Lebenserwartung immer weiter steigt, muss unsere Lebensarbeitszeit zwangsläufig auch steigen.»

Dulger sagte: «Es gibt keine Alternative, als dass die Kosten aus der Alterung der Gesellschaft auf die Generationen verteilt werden - denn nur so kann das langfristige Vertrauen in die gesetzliche Rente erhalten werden.»

Ähnlich argumentierte das Mitglied des Rats der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer. Im «Handelsblatt» drängte sie auch zur Eile, um einen Vorlauf zu gewinnen: «Da müssen wir rasch handeln, weil es leichter zu akzeptieren ist, wenn die Menschen wissen: Diese Verlängerung setzt erst in ein paar Jahren ein.»

Von Ideen, die Herausforderungen in der Rente über Schulden zwischen zu finanzieren, halte er gar nichts. «Solche Ansätze sind Augenwischerei», sagte Dulger. «Deshalb brauchen wir auch eine strukturelle Erneuerung sowie eine Anpassung an den demografischen Wandel, damit die Sozialversicherungen langfristig ihre Aufgaben erfüllen können.» Lippenbekenntnisse würden nicht mehr reichen. Dulger forderte, das Ziel die Sozialversicherungsbeiträge nicht über 40 Prozent steigen zu lassen, müsse verfassungsrechtlich verankert werden. (dpa)


 

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