Bundesregierung hat keine Pläne für Zuckersteuer auf Limonaden

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Die Bundesregierung will stark gezuckerte Getränke wie Cola und Limo nicht durch eine Steuer teurer machen. Aktuell sei weder die Einführung einer Zuckersteuer noch anderer Steuern auf zuckergesüßte Getränke geplant, antwortete die Bundesregierung auf eine entsprechende Frage mehrerer AfD-Abgeordneter. Daher sei auch nicht berechnet worden, wie viel Geld man durch eine solche Steuer einnehmen könnte.

Verbraucherschützer und Gesundheitsexperten dringen seit langem darauf, den Zuckergehalt in Limonaden zu verringern. Bisher gibt es zwar entsprechende Appelle an die Hersteller, aber keine Pflichten. Auch aus der mitregierenden SPD war zuletzt eine Limosteuer nach britischem Vorbild ins Spiel gebracht worden.

In Großbritannien wird seit 2018 eine Zuckersteuer auf Limonaden und einige andere Getränke erhoben. Auch in Irland und Polen gibt es entsprechende Regelungen.

Hintergrund der Debatte ist eine noch von der vorigen Bundesregierung begonnene Strategie, den Gehalt von Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten über freiwillige Selbstverpflichtungen schrittweise zu reduzieren. Laut einer Vereinbarung mit der Branche soll der Zuckergehalt in Erfrischungsgetränken bis 2025 um 15 Prozent sinken. Nach Angaben der Allianz Nichtübertragbare Krankheiten wurden von 2015 bis 2021 aber nur durchschnittlich zwei Prozent geschafft. (dpa)


 

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