Corona-Risikogebiete: Strengere Test-Pflichten

| Politik Politik

Für Einreisen nach Deutschland aus Ländern mit hohen Corona-Infektionszahlen sollen strengere Test-Pflichten kommen. Wer in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet war, soll künftig spätestens 48 Stunden nach Einreise einen negativen Test vorweisen müssen. Das sieht ein Verordnungsentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen hat.

Bei Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen oder wenn dort neue ansteckendere Virus-Varianten kursieren, muss das Testergebnis schon vor der Einreise da sein und etwa auch der Fluggesellschaft vorgelegt werden können. Generell gilt für Einreisende aus Risikogebieten schon eine Pflicht, sich nach der Rückkehr in Quarantäne zu begeben.

Spahn sagte: «Auslandsreisen in Risikogebiete passen nicht zur Pandemielage. Wer trotzdem darauf nicht verzichten will, muss sich künftig bei seiner Rückkehr testen lassen.» Virus-Mutationen seien eine zusätzliche Gesundheitsgefahr, daher müsse eine Ausbreitung in Deutschland so weit wie möglich verhindert werden. Die Verordnung soll an diesem Donnerstag in Kraft treten. Sie legt zudem fest, dass Einreisende ab 1. März per SMS Informationen über die in Deutschland geltenden Einreise- und Infektionsschutzmaßnahmen bekommen sollen.

Welche Länder für deutsche Urlauber als Risikogebiete gelten, ist auf einer Online-Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) zu sehen. Als Gebiete mit besonders hohen Infektionszahlen sollen Länder gelten können, wenn es dort mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gibt. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Insolvenzen: Große Koalition will Antragspflicht auch im Januar aussetzen

Die Große Koalition hat sich darauf verständigt, die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen auch im Januar auszusetzen. So soll verhindert werden, dass betroffene Firmen Insolvenz beantragen müssen, nur weil die staatlichen November- und Dezemberhilfen noch nicht ausbezahlt worden sind.

Mieten und Pachten: Bund-Länder-Runde erkennt „Veränderung der Geschäftsgrundlage“ durch Corona-Maßnahmen an

Justizministerin Lambrecht will das Mietrecht ändern und bekommt jetzt Rückendeckung von den Ministerpräsidenten. Am Sonntag hat die Bund-Länder-Runde festgestellt, dass Beschränkungen in Folge der Pandemie eine schwerwiegende Veränderung der Geschäftsgrundlage darstellen können.

Bund hebt Höchstbetrag bei Überbrückungshilfe III auf 500 000 Euro an

Angesichts des harten Lockdowns ab Mittwoch erweitert der Bund die Corona-Finanzhilfen für Unternehmen. Konkret soll bei der Überbrückungshilfe III, die ab Januar gilt, der Höchstbetrag von 200 000 Euro auf 500 000 Euro erhöht werden.

SPD will zwölf Euro Mindestlohn

Seit 2015 gibt es den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland. Jetzt soll Bilanz gezogen werden. Die SPD weiß schon, wo die Reise aus ihrer Sicht bei der Lohnuntergrenze hingehen soll: Finanzminister Olaf Scholz forderte "mindestens zwölf Euro".

Bund und Länder beschließen Lockdown ab dem 16. Dezember– die Maßnahmen im Detail

Das öffentliche Leben in Deutschland wird angesichts der sich ausbreitenden Corona-Pandemie schon ab dem kommenden Mittwoch (16.) drastisch heruntergefahren. Der Einzelhandel, mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf, muss schließen. Die Verschärfung der Maßnahmen hat Auswirkungen auf die Feiertage.

Corona-Lockdown ab 16. Dezember: Die Eckpunkte des Entwurfes der Bund-Länder-Runde

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen steuert Deutschland deutlich vor Weihnachten auf einen harten Lockdown ab Mitte kommender Woche zu. Zeigen sich Bund und Länder diesmal einig? Die Eckpunkte des Entwurfes der Bund-Länder-Runde.

Aigner rüffelt Minister wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen im Landtags-Restaurant

Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner hat zwei Minister aus dem Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder sowie drei Abgeordnete wegen Corona-Verstößen im Landtags-Restaurant gerüffelt. Sie alle hatten zusammen an einem Tisch gesessen.

Vor Corona-Beratungen: Lockdown schon ab Mitte der Woche möglich

An diesem Sonntag wollen sich Bund und Länder auf Details des geplanten Lockdowns einigen. Möglicherweise sind bereits ab Mitte der Woche fast alle Läden zu. Doch es gibt noch einige Streitpunkte.

Corona-Zahlen schnellen hoch - bundesweiter Lockdown erwartet

Immer mehr Bundesländer stemmen sich mit Einschnitten in das private und öffentliche Leben gegen die Corona-Pandemie in Deutschland. Bei einem Treffen der Länderregierungschefs mit Angela Merkel am Sonntag wird eine Entscheidung für einen bundesweiten Lockdown erwartet. Eine Zusammenfassung.

Gesundheitsministerium rät von Klarsichtmasken als Mund-Nasen-Bedeckung ab

Das bayrische Gesundheitsministerium hat die beliebten Kunststoffmasken erneut bewertet und sein bislang positives Urteil revidiert. Damit entsprechen die Klarsichtmasken nicht mehr den Anforderungen an Mund-Nasen-Bedeckungen und sind den Visieren damit quasi gleichgestellt.