DEHOGA Bayern stellt sieben Forderungen an Konferenz der Ministerpräsidenten

| Politik Politik

Im Vorfeld der morgigen Ministerpräsidentenkonferenz stellt der DEHOGA Bayern sieben Forderungen auf, um das Gastgewerbe in seiner Vielfalt zu erhalten:

1. Wir fordern keine weiteren Verschärfungen im Gastgewerbe. Betriebsschließungen sowie flächendeckende 2G plus-Auflagen sind unverhältnismäßig und würden das Infektionsgeschehen durch Verlagerungen in den privaten Bereich letztlich sogar erhöhen.

2. Aufgrund der bereits massiven Umsatzeinbrüche und Stornierungen bzw. unverschuldeten Schließungen des Gastgewerbes erwarten wir für dieses erneute Sonderopfer einen umfassenden Schadensausgleich.

3. Unternehmen dürfen nicht gezwungen werden zu öffnen, wenn der Schaden in Form von Verlusten größer wäre, als bei einer Schließung. Wir fordern eine vernünftige Formel, an der die Schwelle hin zur Unwirtschaftlichkeit festgemacht wird. Bei einigen Betrieben ist dies bereits ab 2G der Fall.

4. Um Liquidität zu erhalten, muss die Möglichkeit weiterer Steuerstundungen geschaffen werden.

5. Als hauptbetroffene Branche leiden Beschäftigte im Gastgewerbe mit am stärksten unter der Pandemie. Hier wäre es angemessen Unternehmen erneut die Möglichkeit eines steuerfreien Bonus in Höhe von 1.500 Euro für Beschäftigte zu geben.

6. Beim Kurzarbeitergeld müssen die Sozialversicherungsbeiträge auch weiterhin zu 100 Prozent übernommen und erhöhte Leistungssätze zwingend beibehalten werden sowie Nebentätigkeiten anrechnungsfrei bleiben. Denn wie sonst sollen die Unternehmen diese Forderungen bedienen können, um die Mitarbeiter halten und motivieren zu können, wenn der operative Betrieb nahezu unmöglich ist?

7. Wir fordern die vorzeitige Entfristung der Umsatzsteuersenkung auf Speisen in der Gastronomie und den Einschluss von Getränken, um gerade der besonders betroffenen getränkegeprägten Gastronomie eine notwendige Perspektive zu bieten.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die geplante Steuer auf zuckerhaltige Getränke soll dem Staat im Jahr rund eine Milliarde Euro einbringen. Das geht aus einem Entwurf des Finanzministeriums hervor, über den zuerst das «Handelsblatt» berichtete. Im Bundestag sind die Pläne der Regierung umstritten.

Ab 1. Oktober dürfte der Kaffee im Wegwerfbecher in Potsdam teurer werden. Die Landeshauptstadt führt im Alleingang eine Verpackungssteuer ein. Massive Kritik kommt aus der Wirtschaft.

Der Deutsche Hotellerie- und Gastronomieverband hat die Plattform minijobs-erhalten.de gestartet, um auf drohende Kostensteigerungen und Belastungen für Minijobs aufmerksam zu machen.

Die deutsche Wirtschaft fordert eine umfassende Reform des Datenschutzes. 90 Prozent der Unternehmen halten laut Bitkom-Umfrage eine gezielte Reform der Datenschutz-Grundverordnung für notwendig.

Kurz vor dem geplanten Start der Verpackungssteuer in der brandenburgischen Stadt Potsdam reißt die Kritik nicht ab. Die Gastronomie ist verärgert, Bürger sind verunsichert. Die Steuer auf Einweg-Verpackungen soll trotzdem zum 1. Oktober kommen.

Bei einer Anhörung des Tourismusausschusses haben Vertreter der Reisebranche über Verwaltungsaufwand und digitale Konkurrenz gesprochen. Der Deutsche Reiseverband fordert faire Wettbewerbsbedingungen und Unterstützung kleinerer Unternehmen beim Einsatz von KI.

Digitale Belege sollen bald Standard werden. Dazu hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums beschlossen. Welche Regeln und Ausnahmen das Kabinett für die Kassenpflicht vorsieht.

Der Thüringer Heilbäderverband hat beim Thema Kurbeitrag auch Geschäftsreisende im Blick. Nach Widerstand der Kammern hat sich nun der Hotel- und Gaststättenverband dazu geäußert.

Im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe tritt ein neuer Tarifabschluss in Kraft, der Entgelte und Ausbildungsvergütungen schrittweise anhebt. Die Einigung zwischen Dehoga und NGG sorgt für Planungssicherheit bis Mitte 2028.

Kurz vor dem geplanten Start der Verpackungssteuer in der brandenburgischen Stadt Potsdam reißt die Kritik nicht ab. Die CDU-Fraktion im Stadtparlament fordert, die Einführung der Abgabe auf Einwegverpackungen zum 1. Oktober doch noch zurückzunehmen.