DEHOGA Hessen: Überbrückungshilfen wirklichkeitsfremd

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Hessens Hotel- und Gastronomieverband Dehoga fordert nachdrücklich weitere Hilfen für die Branche im Kampf gegen die enormen Einbußen durch die Corona-Pandemie. «Die Überbrückungshilfen des Bundes kommen bei der Breite der Unternehmen des Gastgewerbes überhaupt nicht an», sagte Präsident Gerald Kink der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. «Hier wurde ein Programm an der Wirklichkeit der Bedürfnisse und der Strukturen vieler Hotels und Gastronomiebetriebe vorbei kreiert.»

Wenn es einen ernstzunehmenden politischen Willen zur Rettung der Unternehmen in Hotellerie und Gastronomie gebe, dann müssten die Überbrückungshilfen auf Bundesebene grundlegend neu gefasst werden, mahnte Kink. Auch das Land Hessen sollte sich in den Herbst- und Wintermonaten finanziell engagieren. Mit den umfassenden Absagen sämtlicher Veranstaltungen von der Messe über Tagungen bis zu Weihnachtsmärkten und Karnevalsveranstaltungen sowie der fortdauernden Komplettschließung von Clubs und Diskotheken blicke die Branche «in den nahenden Abgrund eines wirtschaftlichen Totalausfalls».

Nach Angaben des Branchenverbands sind die coronabedingten Ausfälle in Hessen größer als im Bundesdurchschnitt. Das betreffe sowohl die Umsatzeinbußen von März bis August als auch nur die beiden Sommermonate Juli und August. Auch bei der Prognose für das Gesamtjahr sind die hessischen Betriebe pessimistischer: Während die gesamte Branche nach einer Umfrage des Verbands von Umsatzverlusten in Höhe von 50 Prozent für das gesamte Jahr ausgehen, liege dieser Wert in Hessen bei 54 Prozent. (dpa)


 

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