Essenszusteller demonstrieren für bessere Arbeitsbedingungen

| Politik Politik

Nach dem Aus des Essenslieferdienst Deliveroo in Deutschland hatten die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Fahrer der anderen Lieferdienste zu einer Protestaktion aufgerufen. Beim bundesweiten «Ridersday» woltlen die Beschäftigten von Lieferando, Foodora und anderen Diensten am Donnerstagnachmittag für faire Arbeitsbedingungen in ihrer Branche demonstrieren. Auch in Berlin wurde dazu aufgerufen. Die NGG forderte die Arbeitgeber auf, sich zur betrieblichen Mitbestimmung bei den «Plattformanbietern» zu bekennen.

Der deutsche Markt der Essenlieferdienste wird nach dem Rückzug von Deliveroo von Takeaway.com aus den Niederlanden dominiert. Takeaway betreibt den Dienst Lieferando und hat im Frühjahr auch das Deutschland-Geschäft von Delivery Hero übernommen. Damit gehören zu der Gruppe neben Lieferheld auch Pizza.de und Foodora.

Die NGG warnte zum «Ridersday» vor einer raschen Abwicklung von Foodora und Jobverlusten. «Die Beschäftigten verdienen Respekt, eine echte Kompensation für selbst eingebrachte Arbeitsmittel und einen Stundenlohn, der zum Leben reicht», erklärte Christoph Schink, Referatsleiter für das Gastgewerbe bei der NGG. Nach seinen Angaben verdient ein Großteil der Fahrer lediglich den Mindestlohn von 9,19 Euro pro Stunde. Erfahrene Kuriere bringen es auf einen Stundenlohn von rund zehn Euro.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Deutsche Hotellerie- und Gastronomieverband hat die Plattform minijobs-erhalten.de gestartet, um auf drohende Kostensteigerungen und Belastungen für Minijobs aufmerksam zu machen.

Die deutsche Wirtschaft fordert eine umfassende Reform des Datenschutzes. 90 Prozent der Unternehmen halten laut Bitkom-Umfrage eine gezielte Reform der Datenschutz-Grundverordnung für notwendig.

Kurz vor dem geplanten Start der Verpackungssteuer in der brandenburgischen Stadt Potsdam reißt die Kritik nicht ab. Die Gastronomie ist verärgert, Bürger sind verunsichert. Die Steuer auf Einweg-Verpackungen soll trotzdem zum 1. Oktober kommen.

Bei einer Anhörung des Tourismusausschusses haben Vertreter der Reisebranche über Verwaltungsaufwand und digitale Konkurrenz gesprochen. Der Deutsche Reiseverband fordert faire Wettbewerbsbedingungen und Unterstützung kleinerer Unternehmen beim Einsatz von KI.

Digitale Belege sollen bald Standard werden. Dazu hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums beschlossen. Welche Regeln und Ausnahmen das Kabinett für die Kassenpflicht vorsieht.

Der Thüringer Heilbäderverband hat beim Thema Kurbeitrag auch Geschäftsreisende im Blick. Nach Widerstand der Kammern hat sich nun der Hotel- und Gaststättenverband dazu geäußert.

Im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe tritt ein neuer Tarifabschluss in Kraft, der Entgelte und Ausbildungsvergütungen schrittweise anhebt. Die Einigung zwischen Dehoga und NGG sorgt für Planungssicherheit bis Mitte 2028.

Kurz vor dem geplanten Start der Verpackungssteuer in der brandenburgischen Stadt Potsdam reißt die Kritik nicht ab. Die CDU-Fraktion im Stadtparlament fordert, die Einführung der Abgabe auf Einwegverpackungen zum 1. Oktober doch noch zurückzunehmen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier führt seine Amtsgeschäfte vom 22. bis 24. September aus dem Vier-Sterne-Hotel Ruhr Inn in Hattingen. Zu seinem Programm gehören Gespräche mit Bürgern, ein Tourismustermin und eine Ordensverleihung.

Das NRW-Bündnis für gutes Kita- und Schulessen fordert mit einem neuen Positionspapier bessere Standards und verlässliche Strukturen für die Verpflegung in Kitas und Schulen.