Handel fordert Corona-Schecks zur Ankurbelung des Konsums

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Berlin (dpa) - Der Handel in Deutschland plädiert für die Ausgabe von Corona-Schecks in Höhe von 500 Euro pro Einwohner zur Ankurbelung des Konsums in der Corona-Krise. Der private Konsum sei massiv eingebrochen. Die Verbraucherstimmung befinde sich auf einem Tiefpunkt, warnte der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE) Josef Sanktjohanser am Montag in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Es bedürfe deshalb einer «Initialzündung für die private Konsumnachfrage».

Durch die Corona-Schecks könne ein Nachfrageimpuls von bis zu 40 Milliarden Euro erzeugt werden, der durch die Multiplikatoreffekte weiter ansteige. «Damit würde für alle Wirtschaftsbereiche, die essenziell von der privaten Nachfrage abhängen, ein deutlich spürbares Signal für den Neustart gesetzt», warb der HDE-Präsident. Das könne dafür sorgen, dass die deutsche Wirtschaft schnell wieder Fahrt aufnehme.

Arbeitnehmer könnten das Geld nach den Vorstellungen des HDE über die Lohnabrechnung erhalten. Über die Anzahl der Kinderfreibeträge könnten dabei auch Minderjährige erfasst werden. Für Rentner wäre eine Auszahlung über die Rentenkasse denkbar. Transferempfänger ließen sich über die Arbeitsämter erreichen. Freiberufler, Selbstständige, andere Unternehmer und sonstige Personen könnten ein ähnliches Antrags- und Auszahlungsverfahren nutzen, wie es für die Soforthilfen an Soloselbstständige entwickelt wurde.

(dpa)


 

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