Hotels sauer: Parkvignetten-Zoff in Berlin

| Politik Politik

In Berlin konnten Hotels, die innerhalb der Zonen mit Parkraumbewirtschaftung liegen, bislang Vignetten ausgeben, damit Gäste Autos in Hotelnähe abstellen können. Die Praxis hat Verkehrssenatorin Regine Günther beendet, wogegen der DEHOGA, bislang ohne Erfolg, angeht. Hoteliers berichten von Umsatzeinbußen.

Insbesondere die kleinen Hotels, die über keine eigenen Parkplätze oder Tiefgaragen verfügen sind in der Hauptstadt  seien auf die Vignetten angewiesen. DEHOGA-Berlin-Chef Lengfelder sagte der Zeitung BZ: „Kein geschäftlich Reisender bucht ein Hotel, wenn er sein Auto nicht in Hotelnähe abstellen kann.“ HSMA-Vorstand Rosenberg, Direktor eines Hotels in Berlin Mitte wettert auf Facebook gegen „die radikalen Bestimmungen gegen Wirtschaftszweig Nummer 1 in Berlin“.  

Die BZ zitiert die Senatorin behauptete, die „Anreise mit dem eigenen Fahrzeug“ sei „nicht zwingend erforderlich. Denn das „gut ausgebaute Nahverkehrsnetz Berlins und die Verfügbarkeit verschiedener Carsharingangebote“ würden „die Mobilität vor Ort erleichtern“. Sie sei deshalb „zu der Entscheidung gelangt“, dass Hotelvignetten zukünftig nicht mehr zu erteilen sind.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Vertreter des Berliner Senats und des Dehoga haben das Konzept für die Errichtung des Hoga Campus in Berlin-Tempelhof vorgestellt. Das Projekt soll Ausbildung, Weiterbildung, Praxis und Austausch an einem Ort verknüpfen.

Anfang Juli bezeichnete der DEHOGA Bayern die höhere Pauschalsteuer für Minijobs noch als „moderate Anpassung“. Zwei Monate später spricht der Bundesverband von einem „völlig falschen Signal“. Ein Kommentar von Marc Schnerr über veränderte Rahmenbedingungen – und bemerkenswert unterschiedliche Tonlagen.

Zahlreiche Wirte an der Frankfurter Bockenheimer Landstraße wenden sich gegen den geplanten Straßenumbau. In einem offenen Brief fordern sie Verkehrsdezernent Yannick Schwander auf, die vorgesehene Verkehrsführung zu überarbeiten.

Mit deutlicher Kritik reagiert der Dehoga auf den Kabinettsbeschluss zur Einkommensteuerreform. Wer sich politisch zum Minijob bekenne, müsse ihn auch bezahlbar halten, so Verbandspräsident Guido Zöllick.

Online-Plattformen für Kurzzeitvermietungen müssen erstmals Belegungsdaten über die Datendrehscheibe der Bundesnetzagentur übermitteln. Tobias Warnecke vom Hotelverband Deutschland verweist bei der Umsetzung auf die entscheidende Rolle einer zentralen Infrastruktur auf Landesebene.

Bis zu 120 Betriebe aus Rheinland-Pfalz sollen das kostenfreie Beratungsangebot bis Ende 2027 nutzen können. Minister Ebling hat vor allem Hoteliers oder Gastronomen aus einer Region im Auge.

Die EU-Kommission hat Einwände gegen Teile der geplanten deutschen Tierhaltungskennzeichnung. Ein Verbändebündnis um den DEHOGA fordert deshalb erneut, die vorgesehene Kennzeichnungspflicht für die Außer-Haus-Verpflegung aus dem Gesetzentwurf zu streichen.

Die Bundesregierung bereitet eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke vor. Die Deutschen zeigen sich bei dem Thema gespalten.

Großbritannien konnte den Zuckergehalt in Softdrinks fast halbieren, Frankreich stützt mit der Zuckersteuer die Krankenversicherung von Bauern und ein Land besteuert Limonade, aber fördert Schnaps.

Die EU-Kommission sieht im Entwurf des Gesetzes zur Tierhaltungskennzeichnung einen Verstoß gegen das EU-Recht. Ein Verbändebündnis aus Gastronomie und Lebensmittelwirtschaft fordert daraufhin die Streichung der Pflichtkennzeichnung für die Außer-Haus-Verpflegung.