Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erhebt schwere Vorwürfe gegen den DEHOGA Rheinland-Pfalz im laufenden Tarifkonflikt des Gastgewerbes. Laut Mitteilung der NGG habe der Arbeitgeberverband die Tarifverhandlungen gegenüber der Presse als gescheitert dargestellt, ohne dies zuvor der Tarifkommission mitzuteilen.
NGG wirft DEHOGA einseitige Kommunikation über Medien vor
Nach Angaben der NGG habe der DEHOGA Rheinland-Pfalz erklärt, die Verhandlungen seien beendet, ohne dies intern zu kommunizieren. „Das ist ein völlig inakzeptabler Vorgang“, wird Alexander Münchow, Landesbezirkssekretär der NGG Südwest, in der Mitteilung zitiert. „Tarifverhandlungen erklärt man nicht über die Presse für gescheitert.“
Der dritte Verhandlungstermin hatte am 14. Januar 2026 in Bad Kreuznach stattgefunden und endete ohne Einigung. Wie bereits berichtet, konnten sich beide Seiten nicht auf einen Abschluss verständigen.
Arbeitgeberangebot und Forderungen der NGG lagen auseinander
Nach Darstellung der NGG habe die Arbeitgeberseite ein Angebot vorgelegt, das eine zwölfmonatige Nullrunde sowie anschließend drei Erhöhungen um jeweils 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von 3,5 Jahren vorsah. Dieses Angebot sei aus Sicht der Gewerkschaft nicht ausreichend gewesen. „Dieses Angebot hätte für die Beschäftigten einen massiven Reallohnverlust bedeutet“, so Münchow laut Mitteilung.
Der DEHOGA Rheinland-Pfalz hatte seinerseits am 10. März 2026 beschlossen, die Tarifverhandlungen als gescheitert zu betrachten. In einer eigenen Presseinformation heißt es, die NGG habe Forderungen nach einer Lohnsteigerung von 17,2 Prozent innerhalb von zwölf Monaten erhoben, die der Verband als nicht umsetzbar bewertet. Das eigene Angebot habe eine Erhöhung von insgesamt elf Prozent in drei Stufen vorgesehen.













