Niederlande: Omikron-Verdachtsfälle im Ramada-Hotel 

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Dutzende aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagiere sind nach Einschätzung niederländischer Behörden mit dem Coronavirus infiziert. Es sei allerdings noch nicht geklärt, ob es sich dabei um die neue Virusvariante B.1.1.529 handele, zitierte die Zeitung «De Telegraaf» in der Nacht zu Samstag die Gesundheitsbehörden. Das sollten Folgeuntersuchungen des Erasmus Medical Centre in Rotterdam zeigen. Am Freitagvormittag waren zwei Flugzeuge der Gesellschaft KLM mit rund 600 Menschen an Bord auf dem Airport Schipohl gelandet. Die Maschinen waren in Kapstadt und Johannesburg gestartet.

Ein Sprecher des Gesundheitsamt sagte der Zeitung zufolge, es lägen mittlerweile 110 Ergebnisse vor. Davon seien 15 Ergebnisse positiv und 95 Ergebnisse negativ. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werde eine Rate von 13,6 Prozent angenommen. Das bedeute, dass man mit 85 positiven Fällen rechnen müsse.

Die infizierten Personen würden in einem bewachten Isolationshotel untergebracht, hieß es weiter. Wer ein negatives Testergebnis erhalte, dürfe den Flughafen verlassen, müsse aber fünf Tage lang in häusliche Quarantäne und sich nach fünf Tagen erneut testen lassen. Reisende mit einem positiven Testergebnis würden mindestens sieben Tage in dem Hotel bleiben, wenn sie Beschwerden hätten, und fünf Tage, wenn sie keine Beschwerden hätten. Wie die Bild berichtete, handelt es sich dabei um das Ramada-Hotel in der Nähe des Flughafens. Laut Bericht wurden die anderen Gäste nicht darüber informiert

Wie andere Länder auch hatten die Niederlande wegen des Aufkommens der neuen Virusvariante ein Landeverbot für Flüge aus dem südlichen Afrika verhängen. Dieses galt ab Freitag, 12.00 Uhr. Passagiere, die aus der Region noch unterwegs waren, mussten sich nach Ankunft auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol testen lassen und anschließend in Quarantäne begeben. Auch Deutschland und andere EU-Länder wie Dänemark, und Italien hatten Reisebeschränkungen verhängt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Variante B.1.1.529 am Freitag als «besorgniserregend» eingestuft. Experten befürchten, dass die vielen Mutationen der Variante dazu führen, dass sich der Erreger schneller ausbreitet oder die Impfstoffe ihre Schutzwirkung verlieren. Am Freitag wurde ein erster Fall in Belgien gemeldet. (MIt Material der dpa)


 

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