Rostock mietet leerstehendes Hotel für Ukraine-Flüchtlinge

| Politik Politik

Die Hansestadt Rostock hat ein leerstehendes Hotel für die zu erwartenden Flüchtlinge aus der Ukraine angemietet. Wie Stadtsprecher Ulrich Kunze am Freitag sagte, können dort im Stadtteil Reutershagen 200 Menschen untergebracht werden. Zunächst hatte die «Ostsee-Zeitung» berichtet.

Da sich die Stadt auf eine große Zahl von Flüchtlingen einstelle, werde auch die große Hansemesse für etwa 1000 Menschen vorbereitet. «Wir versuchen, möglichst viele Kapazitäten in einer zentralen Einrichtung zu schaffen, sagte Kunze. So könne schnell und kompetent gearbeitet und für die Menschen gesorgt werden.

Zusätzlich werde geprüft, ob ein ehemaliges Hotel in Warnemünde für die Aufnahme von Flüchtlingen geeignet ist. Im Gegensatz zum bereits angemieteten Hotel in Reutershagen sei die Warnemünder Immobilie im Besitz der Stadt. Bis Donnerstag hätten sich rund 60 Ukrainer gemeldet, hieß es. Wie viele es werden, könne nicht abgeschätzt werden.

«Wir greifen beim Umgang mit den Menschen aus der Ukraine auf Erfahrungen aus 2015/16 zurück», sagte Kunze. Allerdings gebe es deutliche Unterschiede zur damaligen Situation. Die aktuelle Situation sei dadurch geprägt, dass die Menschen meist individuell anreisen. Zudem sei der Rechtsstatus der Flüchtlinge ein anderer, sie dürften im Gegensatz zu Syrern oder Afghanen ohne Asylantrag einreisen. Sie dürften ein Vierteljahr hier leben, ohne sich zu melden. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier führt seine Amtsgeschäfte vom 22. bis 24. September aus dem Vier-Sterne-Hotel Ruhr Inn in Hattingen. Zu seinem Programm gehören Gespräche mit Bürgern, ein Tourismustermin und eine Ordensverleihung.

Das NRW-Bündnis für gutes Kita- und Schulessen fordert mit einem neuen Positionspapier bessere Standards und verlässliche Strukturen für die Verpflegung in Kitas und Schulen.

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft warnt vor wirtschaftlichen Folgen zentraler AfD-Positionen. Im Mittelpunkt stehen Zuwanderung, offene Grenzen und eine mögliche Abkehr vom Euro.

Der Schweizer Ständerat hat einer Verlängerung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungen um acht Jahre zugestimmt. HotellerieSuisse fordert nun den Nationalrat zum Mitziehen auf.

Eine Preisstudie im Auftrag der NGG zeigt nach der Mehrwertsteuersenkung zum Jahresbeginn kaum günstigere Restaurantgerichte. Die Gewerkschaft sieht die Entlastung der Gäste als ausgeblieben an. Der DEHOGA widerspricht: Die Steuersenkung sei kein Preissenkungsprogramm, sondern sichere Betriebe und stabilisiere Preise.

Das Schweizer Parlament will freiwillige Trinkgelder von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ausnehmen – auch bei elektronischer Zahlung. Der Bundesrat lehnt eine generelle Ausnahme ab und warnt vor möglichen Folgen für die soziale Absicherung.

Die Bundesregierung plant neue Vorgaben für das Bezahlen in Deutschland. Geschäfte, Restaurants und Dienstleister sollen ab 2027 neben Bargeld mindestens eine digitale Bezahlmöglichkeit anbieten. Welche Verfahren akzeptiert werden müssen und welche Ausnahmen vorgesehen sind.

Die britische Regierung will Regionalbürgermeistern in England künftig die Möglichkeit geben, eine Abgabe auf Übernachtungen zu erheben. Entsprechende Pläne für die sogenannte Touristensteuer stellte nun Wohnungsbauministerin Angela Rayner vor.

Ein politischer Appell des DEHOGA Sachsen-Anhalt, im Nachgang der Landtagswahlen, sorgt für heftigen Streit: Rund 1.700 Kommentare haben sich unter dem Facebook-Beitrag gesammelt. Während einige Nutzer ankündigen, das Bundesland als Reiseziel zu meiden, werfen andere dem Verband vor, Hotellerie und Tourismus zu schaden.

Ferienwohnungen für Touristen, steigende Mieten für Einheimische: In vielen europäischen Städten wächst der Druck auf den Wohnungsmarkt. Die Europäische Kommission will Kommunen und Behörden deshalb einen rechtssicheren Rahmen an die Hand geben, um Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb und Booking stärker zu begrenzen.