Streiks in Frankfurter Messe-Hotels

| Politik Politik

Rund um die Event-Messe Imex in Frankfurt ist es in Frankfurt zu ersten Warnstreiks im hessischen Hotel- und Gastronomiegewerbe gekommen. Rund 400 Beschäftigte von Hotels und Caterern seien dem Aufruf gefolgt, teilte die Gewerkschaft NGG mit. 

«Wer dauerhaft Fachkräfte sichern will, muss anständige Löhne zahlen. Die Arbeitgeber sind jetzt gefordert, endlich ein ernsthaftes Angebot vorzulegen», erklärte NGG-Chef Guido Zeitler laut einer Mitteilung. 

Die NGG fordert eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent sowie einen jährlichen Gesundheitszuschuss von 300 Euro. Die Arbeitgeberseite hat bislang eine Erhöhung von insgesamt einem Prozent über 30 Monate angeboten und will zudem die Löhne von ungelernten Arbeitskräften gar nicht erhöhen.

Arbeitgeber sehen keinen Spielraum

Der Hotel- und Gastronomieverband Hessen betonte erneut die wirtschaftlich angespannte Situation der Branche. «Viele Betriebe kämpfen weiterhin mit massiv gestiegenen Kosten, sinkender Konsumbereitschaft und zunehmenden Insolvenzen», betonte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Gisbert Kern. Momentan gehe es darum, die Arbeitsplätze zu sichern und nicht durch nicht tragbare Lohnsteigerungen noch mehr zu gefährden.

Bestreikt wurden laut Gewerkschaft unter anderem die Steigenberger Hotels, Radisson, Marriott, Hilton, Westin Grand und Crowne Plaza. NGG-Verhandlungsführer Hendrik Hallier kündigte an, den Druck in den kommenden Wochen weiter zu erhöhen, sollte es kein deutlich verbessertes Angebot geben. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Höhere Steuern und damit höhere Preise für Brot, Butter und Obst: Darauf zielt ein Vorschlag von Ökonom Clemens Fuest. Er will Einheitlichkeit bei der Mehrwertsteuer und im Gegenzug manche entlasten.

Ab 2027 plant Duisburg die Einführung einer Bettensteuer von drei Euro pro Nacht. Während die Stadt mit Einnahmen zur Haushaltskonsolidierung rechnet, kritisiert die Hotelbranche den zusätzlichen Aufwand und warnt vor Abwanderungseffekten.

Die Europäische Kommission will Mitgliedstaaten und Kommunen mit dem geplanten Affordable Housing Act zusätzliche Instrumente gegen Wohnungsdruck an die Hand geben. Ein Schwerpunkt des Vorhabens sind Maßnahmen im Zusammenhang mit Kurzzeitvermietungen wie Airbnb.

Die geplante stärkere Besteuerung alkoholischer Getränke stößt einer Umfrage zufolge bei einer großen Mehrheit der Bürger auf Zustimmung. Knapp zwei Drittel gaben in der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa an, dass sie diesen Vorstoß der Bundesregierung für sinnvoll halten.

Die Bundesregierung plant, die Mittel für die Tourismusförderung im Bundeshaushalt 2027 um 449.000 Euro zu reduzieren. Die Grünen kritisieren die Kürzung und fordern Änderungen im weiteren Haushaltsverfahren.

Was steht oben, wenn Nutzer WM-Spiele, Hotels oder Routen googeln? Zu oft nur Googles eigene Angebote, urteilt Brüssel. Die Millionenstrafe könnte US-Präsident Donald Trump verärgern. Der Hotelverband freut sich, dass die Kommission Zähne zeige.

Die EU hat den Weg für die Destillation von Rot- und Roséweinen freigemacht. Damit kann aus Wein Industriealkohol werden. Der wird unter anderem für Reinigungsmittel verwendet.

Die Chefin der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, Gitta Connemann, hat sich gegen die vom Bundesfinanzministerium geplante Erhöhung der Schaumweinsteuer gestellt. Das Bundeskabinett hat jüngst auch ein Paket zur Anhebung von Verbrauchsteuern auf alkoholhaltige Getränke auf den Weg gebracht.

Wer die Korken knallen lassen will, muss nach den Plänen des Bundeskabinetts und Finanzminister Klingbeil kommendes Jahr höhere Steuern zahlen. Aus der Union kommt Widerstand.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken verteidigt die Pläne der schwarz-roten Koalition, die verpflichtende Krankschreibung ab dem ersten Tag einzuführen und die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. Es sei zwar das Ende der telefonischen Krankschreibung vereinbart, nicht aber die Möglichkeit eines Attests per Video.