Südtirol weitet Maßnahmen im Kampf gegen Corona-Krise aus

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Die italienische Provinz Südtirol weitet im Kampf gegen die Pandemie die Anti-Corona-Maßnahmen aus. Landeshauptmann Arno Kompatscher kündigte am Sonntag an, dass künftig die Menschen unter anderem ihre Wohnorte nur aus triftigem Grund verlassen dürfen. Bisher galt diese Regel nur für einen Teil der 116 Südtiroler Gemeinden. Für Kinder ab dem sechsten Lebensjahr wird eine Maskenpflicht im Schulunterricht eingeführt. Präsenzunterricht ist nur noch für die unteren Jahrgangsstufen erlaubt. Die Maßnahmen sollten am Montag in Kraft treten. Sport ist dann nur noch im Freien und allein erlaubt.

Kompatscher sagte der italienischen Nachrichtenagentur Ansa, dass es die sich verschlechternde Corona-Lage in Südtirol nötig mache, die Provinz zu einer sogenannten roten Zone zu erklären. «An diesem Punkt macht es keinen Sinn, zwei verschiedene (Beschränkungs-)Regime zu haben», sagte Kompatscher.

Bisher sind n Italien vier Regionen als rote Zonen eingestuft: im Norden die wirtschaftsstarke Lombardei, das Piemont und das Aostatal sowie im Süden Kalabrien. Medien berichteten von Krankenhäusern, die zunehmend an die Belastungsgrenze kommen. In Neapel in Kampanien bildeten sich Schlangen von Autos und Krankenwagen vor den Notfallstationen, die keine Covid-19-Patienten mehr aufnehmen konnten.

Am Sonntag wurden in Italien 32 616 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Insgesamt wurden in dem Mittelmeerland bisher mehr als 935 000 Fälle verzeichnet. Mehr als 41 394 Menschen starben. (dpa)


 

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