„Unverantwortlicher Zeitpunkt": Dehoga warnt vor Schäden durch Streiks

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Der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Niedersachsen hat mit Blick auf angekündigte Arbeitsniederlegungen vor erheblichen Beeinträchtigungen für das Gastgewerbe gewarnt. Laut einer Mitteilung des Verbandes treffen die Streiks im öffentlichen Personennahverkehr sowie mögliche Ausstände beim Flugpersonal der Lufthansa zeitlich unmittelbar mit dem Beginn der Hannover Messe zusammen. Der Verband rechnet nach eigenen Angaben mit mehr als 100.000 Besuchern aus dem In- und Ausland, für welche die Anreise zum Messegelände durch die koordinierten Maßnahmen deutlich erschwert werde.

Branchenvertreter kritisieren Zeitpunkt

Nach Einschätzung von DEHOGA-Präsident Dirk Breuckmann sei der gewählte Zeitpunkt aus Sicht des Gastgewerbes problematisch. Wenn zentrale Infrastrukturen zur Eröffnung einer internationalen Leitmesse ausfielen, entstehe laut Breuckmann ein Schaden für das Image des Wirtschafts- und Tourismusstandortes Hannover, der über die Region hinausreiche. Der Verband betont in seiner Stellungnahme die wirtschaftliche Relevanz der Messe für die örtliche Hotellerie und Gastronomie.

Die Betriebe hätten sich laut Mitteilung personell und logistisch auf die Veranstaltung vorbereitet. Breuckmann führt dazu aus: „Wenn Gäste verspätet anreisen, Termine verpassen oder im schlimmsten Fall ganz fernbleiben, hat das direkte Auswirkungen auf Umsatz und Auslastung.“ Statistisch gesehen stellt die Hannover Messe für das regionale Gastgewerbe einen der wichtigsten Umsatzträger des Geschäftsjahres dar, wobei die Auslastungsquoten in den Beherbergungsbetrieben während der Messelaufzeit üblicherweise nahe 100 Prozent liegen.

Verband mahnt Verlässlichkeit der Infrastruktur an

Neben den unmittelbaren finanziellen Folgen verweist der DEHOGA Niedersachsen auf langfristige Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit. Verlässlichkeit und Erreichbarkeit seien laut Verbandsangaben zentrale Standortfaktoren, die im internationalen Vergleich um Veranstaltungen und Investitionen nicht gefährdet werden dürften. Ein beeinträchtigter Messestart sende nach Ansicht der Branchenvertreter ein negatives Signal an globale Partner.

Trotz der Anerkennung des Streikrechts appelliert der Verband an die Tarifparteien, die Auswirkungen auf Drittbranchen stärker zu berücksichtigen. Nach Angaben des DEHOGA sei es erforderlich, bei Umfang und Timing von Arbeitskämpfen die Folgen für die Gesamtwirtschaft abzuwägen. Der Verband fordert die Beteiligten dazu auf, zeitnah Lösungen zu finden, um die Funktionsfähigkeit des Standorts zu gewährleisten und weiteren Schaden von der Tourismusbranche abzuwenden.


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