Vodafone und Hyundai mit 5G-Roboter für Gastronomie und Hotels

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Der Hochgeschwindigkeits-Mobilfunkstandard 5G soll auch zum Kommunikationskanal für Serviceroboter werden. Vodafone und Hyundai stellten am Montag auf der Hannover Messe ein Modell vor, das sich für einfache Assistenzaufgaben etwa im Gastgewerbe oder in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen einsetzen lässt.

Dabei bewegt sich der maschinelle Helfer autonom und ohne gesonderte Einzelsteuerung im 5G-Netz, das er zur Übertragung von über Kameras und Sensoren aufgenommenen Daten aus seiner Umgebung nutzt. Die großen Informationsmengen könnten in Echtzeit verarbeitet und an andere Mitglieder des «Robo-Teams» in der Nähe weitergegeben werden, sagte Vodafone-Manager Michael Reinartz.

Beispielfunktionen seien das Servieren von Getränken oder Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten. Es gehe also zunächst nicht um hoch spezialisierte Aufgabenprofile wie in der industriellen Produktion oder bei eigenständigen Pflegerobotern, sondern eher um das Aushelfen. Ihr System sehen die Hyundai-Robotersparte und Vodafone auch als Möglichkeit, Personalengpässe für bestimmte Tätigkeiten bei Dienstleistern aufzufangen. Es gehe aber primär um die Unterstützung, nicht um den Ersatz menschlicher Arbeit, hieß es.

Der 5G-Standard wird inzwischen auch für manche medizinische Anwendungen verwendet. In großen Fertigungsanlagen im Maschinenbau soll mit ihm die Effizienz erhöht und so Energie gespart werden.

Sämtliche Umgebungsdaten, die die Service-Roboter mit Sensoren und Kameras erfassen, sollen so an lokale Echtzeit-Rechenzentren übertragen, dort verarbeitet und mit weiteren eingesetzten Robotern vor Ort geteilt werden. Auf diese Weise sollen Service-Roboter als Team zusammenarbeiten und Fachkräfte unterstützen. Auch Industrie-Roboter von Hyundai sollen mit einem 5G-Mobdul ausgestattet werden.

Übermittlung des aktuellen Standorts zu jeder Zeit – auch ohne externe Stromversorgung

Autonom fahrende Service-Roboter erfassen Umgebungsdaten vorrangig mit Sensoren. Um die erfassten Daten in Echtzeit zu verarbeiten und darauf reagieren zu können, sollen Hyundai-Roboter künftig mit einem 5G-Modul ausgestattet werden. Sämtliche Daten werden über 5G an winzige Echtzeit-Rechenzentren übertragen, wo sie unmittelbar verarbeitet werden. Diese Daten werden dann wieder mit dem Service-Roboter geteilt, sodass dieser situationsgerecht darauf reagieren kann. So kann beispielsweise die Route verzögerungsfrei angepasst werden, wenn auf dem Boden ein Putzeimer umgekippt ist, um das Wasser nicht auf größere Flächen im Gebäude zu verteilen. Ebenso können Service-Roboter dann auch im vollbesetzten Restaurant eigenständig zum Tisch navigieren, um Getränke zu servieren.

Teamarbeit dank Wissenstransfer in Echtzeit

Auf großen Flächen, zum Beispiel in großen Hotels oder in Messehallen, werden gleich mehrere Roboter eingesetzt, um beim Transport von Getränken oder Snacks, sowie bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen zu unterstützen. Bislang arbeitet dabei jeder Service-Roboter eigenständig, ohne sich mit den anderen Robotern abzustimmen. Das heißt: Betreiber müssen jeden Roboter einzeln steuern und im Auge behalten. Einige Aufgaben werden von unterschiedlichen Robotern doppelt durchgeführt. Dort, wo ein Roboter, bereits gereinigt hat, tut ein zweiter Roboter es ihm nur wenige Minuten später gleich. Denn die Roboter wissen nicht voneinander. Durch die Vernetzung mit 5G wollen Vodafone und Hyundai das ändern. Roboter sollen ihr Wissen künftig in Echtzeit untereinander teilen und Aufgaben sinnvoll als Team bewältigen. Flächen die gereinigt werden müssen, werden so untereinander aufgeteilt, Gefahrenhinweise werden übermittelt und Status-Informationen ausgetauscht.

Eingriff aus der Ferne zu jeder Zeit möglich

Die Bediener müssen nicht mehr jedem Roboter einzelne Aufgaben zuweisen. Es reicht ein übergreifender Befehl, woraufhin sich die Roboter untereinander abstimmen und Aufgaben sinnvoll aufteilen. Zudem ermöglicht 5G es dem Bediener zu jeder Zeit aus der Ferne einzugreifen, um auf unvorhersehbare Geschehnisse zu reagieren und beispielsweise Reinigungsvorgänge zu unterbrechen. Vodafone und Hyundai Robotics wollen auch industrielle Roboter mit der 5G-Technologie ausstatten.


 

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