Anfrageflut auf Campingplätzen - «Wir werden wirklich überrannt»

| Tourismus Tourismus

Die Campingplatzbetreiber erleben angesichts der in Aussicht gestellten Lockerungen eine Anfrageflut. «Wir werden wirklich überrannt», sagte der NRW-Präsident des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland, Leo Ingenlath, der Deutschen Presse-Agentur. Die E-Mail-Postfächer platzten förmlich vor Anfragen, und auch die Telefone der Betreiber stünden nicht mehr still. Viele Plätze seien bereits ab Ostern reserviert gewesen. Mangels Öffnungsmöglichkeiten sei dann Vieles storniert worden.

Zurzeit versuchten noch viele Camper für Pfingsten etwas zu erhaschen. Dabei spiele das Reiseziel kaum noch eine Rolle. «Ich habe den Eindruck, die Leute wollen einfach nur raus aus den eigenen vier Wänden», sagte Ingenlath. Bei manchen Anfragen nach freien Kapazitäten gehe es erst später darum, wo der Campingplatz eigentlich liege und wo man mit seiner Anfrage letztlich gelandet sei. Die Suche sei auch deshalb sehr schwierig, weil es in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen gebe und auch innerhalb der Bundesländer die Öffnungen von Region zu Region unterschiedlich sein könnten.

Ingenlath appellierte an die Camper, nur mit gültigen Nachweisen beispielsweise eines negativen Corona-Tests entsprechend den Vorgaben anzureisen und rechtzeitig die Frage nach einem freien Stellplatz zu klären. Digitale Lösungen mit Apps könnten den Aufwand deutlich senken, seien aber noch nicht überall Standard. Wenn der Platz voll sei, müsse man Interessenten abweisen. «Das wird so sein.» Man könne Stellplätze nicht etagenweise vermieten oder auf der nächsten Wiese parken. Mit zunehmenden Öffnungsmöglichkeiten werde sich die Nachfrage hoffentlich bald bundesweit entzerren. (dpa)

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer an Nord- oder Ostsee einen Strandkorb mieten will, muss je nach Ort und Saison unterschiedlich tief in die Tasche greifen. Wo sich Preise kaum ändern – und wo es teurer wird.

Der Deutsche Tourismusverband sucht ab sofort Projekte für den Deutschen Tourismuspreis 2026. Bewerbungen können bis Anfang Juni eingereicht werden, bevor die Preisverleihung im November in Leipzig erfolgt.

Weniger Übernachtungen, weniger Gäste: Der Berliner Tourismus blieb auch 2025 hinter früheren Werten zurück. Auch Stadtführer merken das. Welche Touren dennoch besonders gefragt sind.

Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat die Übernahme des Berliner Unternehmens Blacklane angekündigt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und soll voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen werden.

Eine Studie von BCD Travel zeigt, dass Transportunfälle und Krankheiten die größten Sorgen auf Geschäftsreisen sind. Trotz des Vertrauens in gebuchte Hotels wissen viele Mitarbeiter nicht, wie sie im Notfall Hilfe erhalten.

Eine aktuelle Analyse vergleicht europäische Städte für die Osterfeiertage 2026 hinsichtlich der Kosten für Ferienhäuser und des zu erwartenden Wetters. Ziele in Spanien und Italien überzeugen durch ein vorteilhaftes Preis-Wetter-Verhältnis.

Obwohl sie pünktlich zwei Stunden vor Abflugzeit am Flughafen waren, verpassten zwei Reisende ihren Flug - weil die Schlangen am Check-in zu lang waren. Nicht ihre Schuld, sagt ein Gericht.

Die Zahl der Camping-Übernachtungen in Deutschland ist 2025 laut Destatis auf 44,7 Millionen gestiegen. Besonders gefragt bleiben Ostsee und Schwarzwald, während auch die Preise deutlich zugelegt haben.

Lonely Planet hat eine neue App und buchbare Reiseangebote vorgestellt. Das Unternehmen baut damit laut eigenen Angaben seine Ausrichtung auf eine digitale Reiseplattform weiter aus.

Seit Beginn des Iran-Kriegs zieht es mehr Urlauber nach Westeuropa. Eurowings stockt das Angebot kräftig auf – ein Klassiker ist besonders gefragt. Aus Spanien kommen aber schlechte News.