Baden-Württemberg mit Tourismusrekord in Wintersaison

| Tourismus Tourismus

Trotz Schneemangels und unsicherer Weltlage hat die Tourismusbranche in der Wintersaison 2023/24 die Spätfolgen der Corona-Pandemie endgültig hinter sich gelassen. Von November bis April wurden vorläufigen Zahlen zufolge 9,4 Millionen Ankünfte und 23,2 Millionen Übernachtungen in Baden-Württemberg gezählt, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Stuttgart mitteilte. Das Plus im Vergleich zu den Vorjahreswerten betrug bei den Ankünften 8,2 Prozent und bei den Übernachtungen 6,4 Prozent.

Die bisherigen Höchstwerte wurden in der Wintersaison 2028/2019 verzeichnet. Sie lag vor der Corona-Pandemie. Der Zuwachs gegenüber dem damaligen Niveau betrage bei den Gästen plus 200.000 Menschen und bei den Übernachtungen plus 900.000 Personen.

Der Südwesten war in der vergangenen Wintersaison sowohl bei inländischen als auch bei ausländischen Urlaubern sehr beliebt. So legte die Zahl der Übernachtungen von Touristen aus dem Inland weiter um 1,1 Millionen Übernachtungen gegenüber den Werten der Vorjahressaison 2022/23 zu. Die Übernachtungen ausländischer Gäste stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 300.000 an, wie die Statistiker weiter berichteten. Die Menschen aus der Schweiz kommen besonders gerne in den Südwesten. Fast jede vierte der von ausländischen Gästen gebuchten Übernachtungen entfiel auf Reisende aus dem Nachbarland. Auf Platz folgte Frankreich und danach kamen die Niederlande. 

Tourismus-Staatssekretär Patrick Rapp (CDU) sagte, in den kommenden Jahren müsse man immer häufiger mit milderen und schneearmen Wintermonaten rechnen. «Das hält die Gäste erfreulicherweise nicht vom Winterurlaub in Baden-Württemberg ab, wie die hohen Ankunfts- und Übernachtungszahlen bestätigen.» Dies zeige aber auch, dass sich die Destinationen bereits auf den Weg gemacht hätten, ihre Angebotspalette mit wetterunabhängigen Produkten zu erweitern. «Die touristischen Akteurinnen und Akteure vor Ort sind gut aufgestellt, um ein abwechslungsreiches Winterangebot entsprechend der Gästebedürfnisse zu entwickeln.» (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.

Flusskreuzfahrten als Impuls für Hamburgs City: Neue Anleger mit guter Anbindung für Touristen, die Geld in Restaurants und Läden lassen sollen. Rot-Grün will Flusskreuzfahrten für die Stadt nutzen.

Venedig kostet seit letztem Freitag wieder Eintritt: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Terminen bis Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt dieses Jahr erneut zur Kasse gebeten.

Krisen wie im Nahen Osten bringen Urlaubspläne ins Wanken: Laut einer Umfrage ändern 16 Prozent der Deutschen mit Plänen für Ostern oder die kommenden drei Monate ihre Reise – einige verzichten ganz.

Die Lufthansa bekennt sich endlich zu ihrer vollständigen Geschichte. Doch zum 100. Jahrestag des Erstflugs steht das Unternehmen nicht allzu glänzend da. Neue Turbulenzen zeichnen sich ab.