Bericht: 2,3 Millionen Passagiere weniger am BER durch Easyjet-Abbau

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Der Hauptstadtflughafen BER rechnet durch den Abzug von Flugzeugen der Airline Easyjet mit deutlichen Einbußen bei Passagieren und Umsatz. Geschäftsführerin Aletta von Massenbach gehe nach ersten Schätzungen von 2,3 Millionen weniger Passagieren und einem geringeren Umsatz von 30 Millionen Euro aus, berichtete der «Tagesspiegel» (Freitag) unter Berufung auf eine interne Mail an den Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft Berlins, Brandenburgs und des Bundes.

«Wir bedauern die Entscheidung von Easyjet», wird die BER-Chefin zitiert. «Die Entscheidung macht deutlich, dass die Luftfahrtbranche die durch die Pandemie verursachte Krise noch lange nicht überwunden hat.» Eine Flughafensprecherin wollte sich am Freitag nicht zu dem Bericht äußern.

Easyjet will ab dem Winter 11 statt 18 Flugzeuge am BER stationieren. Von den rund 800 Flugbegleitern und Piloten sollen «unter Umständen» rund 275 gehen. Hintergrund seien die «hohen und steigenden» Flughafengebühren sowie eine schwächer als erwartet ausfallende Erholung der Nachfrage nach der Corona-Krise in Deutschland.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings will die freigestellten Crews anwerben. Jeder erhalte ein attraktives Jobangebot, sagte Eurowings-Chef Jens Bischof.

Die Betreibergesellschaft hatte sich im Frühjahr auf 17 Millionen Fluggäste in diesem Jahr eingestellt, knapp halb so viele wie vor der Pandemie an den Berliner Alt-Flughäfen Tegel und Schönefeld. Die Umsatzprognose lag bei etwa 550 Millionen Euro.


 

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