Berlin: Testpflicht für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten wird kaum überprüft

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Die Berliner Gesundheitsämter sind personell nicht in der Lage, die seit Anfang August geltende Testpflicht für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten zu überprüfen. Das ergab eine Umfrage der Redaktion rbb24 Recherche.

Wer per Flugzeug oder Bus aus einem Corona-Risikogebiet zurückkehrt, muss beim Ausstieg eine sogenannte Aussteigekarte ausfüllen und angeben, wie er erreichbar ist. Diese Karten werden in die Wohnorte oder Bezirke und von dort an die zuständigen Gesundheitsämter weitergeleitet.

Detlef Wagner (CDU), Stadtrat für Soziales und Gesundheit in Charlottenburg-Wilmersdorf, erklärte gegenüber dem rbb, dass sein Gesundheitsamt schon jetzt personell überlastet sei. "Wir können es niemals schaffen, anhand jeder Aussteigekarte zu überprüfen, ob der dazugehörige Mensch auch wirklich einen Test gemacht hat. Das können nur ganz wenige Stichproben sein."

Der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid erklärte: "Die Karten dienen aktuell lediglich zur Überprüfung der Quarantäne. Wir erledigen das stichprobenartig und nicht prioritär, weil der Nutzen fraglich, der Aufwand immens und das Personal aktuell woanders effektiver und effizienter einsetzbar ist."

Das Bezirksamt Lichtenberg erklärt auf Anfrage von rbb24 Recherche, es ermittele keine Personen, die verpflichtet seien, einen Test durchzuführen. Ähnlich lautet die Antwort aus dem Bezirksamt Neukölln. Man würde lediglich mit Stichproben einen gewissen Kontrolldruck aufbauen. Flächendeckende Kontrollen aller Reiserückkehrer seien nicht das Mittel der Wahl. (dpa)


 

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