Booking.com wickelt immer mehr Zahlungen über eigene Plattform ab

| Tourismus Tourismus

Vier von zehn Booking.com-Reservierungen wurden im ersten Quartal über die eigene Zahlungsplattform des Unternehmens abgewickelt. Dies war eine Steigerung von 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Seit 2018 hat sich der Anteil damit verdoppelt.

Der Trend zeige die Entschlossenheit von Booking.com, von seinem ursprünglichen Agenturmodell auf das klassische Händlermodell umzusteigen, das von vielen OTAs verwendet werde, so Hospitalitynet. Das Unternehmen war in den letzten 15 Jahren äußerst erfolgreich, ohne das eigene Modell ändern zu müssen. Dieser Erfolg sei jedoch nicht nur auf gute Entscheidungen des Managements zurückzuführen, sondern auch auf die vielen Zugeständnisse, die die Hotellerie bisher gemacht habe.

Der Erfolg ist jedoch ein maßgeblicher Grund für den Kurswechsel. Als Aktiengesellschaft steht das Unternehmen unter Druck, ständig weiter zu wachsen. Das bisherige Agenturmodell unterstützte das Wachstum bislang. Die erreichte Größe des Unternehmens erschwert es mittlerweile jedoch, den gleichen Wachstumskurs fortzusetzen.

Wie Hospitalitynet weiter berichtet, würden die Zahlen der letzten Jahre bestätigten, dass das Wachstum hauptsächlich vom „Händlermodell“ angetrieben werde. Das „Agenturmodell“ sei hingegen ins Stocken geraten oder sogar zurückgegangen. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Fast zehn Jahre lang war der Besuch der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, der sogenannten Plaza, kostenlos. Von Oktober an kostet er Geld. Welche Auswirkungen das haben wird.

Erneut sind Mallorquiner gegen den Massentourismus auf die Straße gegangen. Nur zwei Wochen nach der großen Kundgebung in Palma gegen den aus Sicht vieler Insulaner überbordenden Tourismus, fand die neue Demo nun in der Stadt Sóller statt.

Die Robinson Club GmbH registriert eine Veränderung beim Luxusverständnis deutscher Reisender. Demnach definieren viele Befragte Luxus im Urlaub primär über Zeit, Erholung sowie die Entlastung von alltäglichen Pflichten.

Die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen steigen im Jahr 2026 voraussichtlich auf den Rekordwert von 1,56 Billionen Euro, während die Zahl der Reisen nur leicht zunimmt.

Ob Spirituosen, Korallenschmuck oder Designer-Kopien: Wer Souvenirs aus dem Urlaub mitbringen möchte, sollte wissen, was er tut. Sonst kann es bei der Einreise Probleme geben.

Der Deutsche Alpenverein meldet auf zahlreichen Berghütten in den Alpen akute Wasserknappheit. Auf einzelnen Hütten muss Trinkwasser bereits per Hubschrauber geliefert werden, während der Verband zu umfassenden Sparmaßnahmen aufruft.

Lufthansa kämpft mit teurem Kerosin und Streiks. Chef Spohr hält nun sogar einen Gewinnrückgang im Gesamtjahr für möglich und kündigt weiterhin hohe Ticketpreise an.

Bahnreisen blieben für Fahrgäste im Juli eine Geduldsprobe: Mit 52,6 Prozent war lediglich etwas mehr als die Hälfte der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Quote damit unverändert.

Am Mittelmeer werden für Schirme und Liegen teils horrende Preise verlangt. An einigen Stränden Italiens gehen die Behörden neuerdings dagegen vor, auch wegen der EU. Aber die alten Kräfte wehren sich.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus lädt Ende September zu einem hochrangigen Fachtreffen mit US-Entscheidern an den Bodensee ein, um Trends im amerikanischen Reisemarkt zu analysieren.