Buchungen von Freizeit- und Geschäftsflügen übertreffen Niveau von 2019

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Nach zwei herausfordernden Jahren hat das weltweite Buchungsvolumen von Freizeit- und Geschäftsflügen zum ersten Mal wieder das Niveau vor der Pandemie übertroffen. Die Ausgaben für Kreuzfahrten, Bus- und Zugreisen sind in diesem Jahr ebenfalls deutlich angestiegen sind. Das zeigt eine neue Studie des Mastercard Economics Institute: Die veröffentlichte "Travel 2022: Trends and Transitions"-Studie liefert Einblicke in die post-COVID Reisegewohnheiten in 37 Märkten.

Laut der Analyse des Mastercard Economics Institute werden im Jahr 2022 weltweit schätzungsweise 1,5 Milliarden Passagiere mehr fliegen als im Jahr zuvor, sofern sich die beobachteten Flugbuchungstrends weiter fortsetzen. Der Bericht stützt sich auf eine Analyse öffentlich zugänglicher Reisedaten2 sowie auf aggregierte und anonymisierte Verkaufsaktivitäten im Mastercard-Netzwerk3 und geht auf die wichtigsten Schlüsselelemente einer Reise ein.

Zu den wichtigsten Ergebnissen bis April 2022 zählen:

  • Die Buchungen von Freizeit- und Geschäftsflügen übertreffen das Niveau vor der Pandemie: Bis Ende April übertrafen die weltweiten Buchungen für Freizeitflüge das Niveau von 2019 um 25 %; die Buchungen für Kurz- und Mittelstreckenflüge stiegen um 25 % bzw. 27 %. Die weltweiten Buchungen für Geschäftsflüge übertrafen im März zum ersten Mal das Niveau vor der Pandemie, wobei insbesondere die Langstreckenflüge im April zweistellig zulegten. Die Rückkehr ins Büro war hierfür ein wichtiger Treiber.
     
  • Die schwer angeschlagene Transportbranche verbucht wieder mehr Ausgaben: Die jüngsten Ausgabeanalysen lassen vermuten, dass sich Reisende zunehmend für Gruppenreisen entscheiden. Die weltweiten Ausgaben für Kreuzfahrten sind von Januar bis Ende April um 62 % gestiegen, liegen aber immer noch unter dem Niveau von 2019. Busreisen haben wieder das Niveau vor der Pandemie erreicht, während die Ausgaben für den Schienenpersonenverkehr um 7 % zurückbleiben. Autoreisen sind nach wie vor attraktiv: Die Ausgaben für Mautgebühren und Autovermietungen sind um fast 19 % bzw. 12 % gestiegen.
     
  • Reiseausgaben verlagern sich wieder auf Erlebnisse4 statt auf Dinge: Seit fast einem Jahr geben internationale Tourist:innen mehr für Erlebnisse als für Souvenirs aus. Die Ausgaben für Erlebnisse liegen zurzeit 34 % über dem Niveau von 2019; die grössten Ausgabensteigerungen sind in Bars und Nachtclubs (72 %) sowie in Vergnügungsparks, Museen, bei Konzerten und anderen Freizeitaktivitäten (35 %) zu verzeichnen. Die Ausgaben internationaler Tourist:innen für Erlebnisse am Reiseziel stiegen in Singapur um 60 % und in den USA um etwa 23 %. In Großbritannien hat sich das monatliche Ausgabenwachstum im Jahr 2022 im Vergleich zu 2019 mehr als verdoppelt und liegt im April bei 140 %. Deutsche Tourist:innen geben viermal so viel aus wie 2020.
     
  • Lockerung der Beschränkungen kalibriert die touristische Landkarte neu: Das Jahr 2022 stellt mit den weltweiten Lockerungen (außer in Teilen des asiatisch-pazifischen Raums) einen Neuanfang dar. Daher überrascht es auch nicht, dass Einreisebedingungen ein treibender Faktor bei der Buchung von Reisezielen waren. Unter anderem hat dies dazu geführt, dass die USA, Großbritannien, die Schweiz, Spanien und die Niederlande jetzt die Top-Ziele für Tourist:innen weltweit sind.

„Genau wie ein Langstreckenflug, hat auch die Reiseerholung sowohl Gegen- als auch Rückenwind erfahren. Während wir uns weltweit im 'Great Rebalancing' befinden, ist die Mobilität entscheidend für eine Rückkehr zum Leben vor der Pandemie», sagte Bricklin Dwyer, Mastercard-Chefökonom und Leiter des Mastercard Economics Institute. «Die Bereitschaft der Konsument:innen, zur 'Normalität' zurückzukehren und die verlorene Zeit aufzuholen, stimmt uns optimistisch, dass sich der Aufschwung in die richtige Richtung fortsetzen wird, auch wenn es auf dem Weg dorthin noch ein paar Hürden zu überkommen gilt."


 

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