Corona-Sorgen vor Saisonstart in Thüringens Wintersportregionen

| Tourismus Tourismus

Vor dem geplanten Start der Wintersportsaison im Thüringer Wald beherrschen Corona-Sorgen die Planungen in den Skigebieten. Das gelte vor allem für die Skilifte und die Gastronomie entlang der Langlaufstrecken, sagte Stefan Ebert, Verantwortlicher für Wintertourismus beim Regionalverbund Thüringer Wald, der Deutschen Presse-Agentur.

«Wir wissen nicht, ob wir die Lifte durchgängig ab 1. Dezember laufen lassen können.» Sollten sich Bund und Länder in der kommenden Woche auf schärfere Anti-Corona-Maßnahmen verständigen, etwa auf eine längere Schließung von Freizeiteinrichtungen, treffe das auch die Lifte. «Und für die Gastronomie entlang der Loipen wäre eine coronabedingte Schließung fatal.»

Im Thüringer Wald locken fast 40 Liftanlagen mit Pisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade die Alpinskifahrer. Vor allem die großen Anlagen in Heubach, Schmiedefeld, Oberhof und Steinach sind in der Lage, bei entsprechenden Minusgraden Kunstschnee zu produzieren. Der finanzielle Aufwand dafür sei wegen des hohen Stromverbrauchs «nicht unerheblich», sagte Rainer Mahn, Geschäftsführer der Oberhofer Freizeit- und Tourismus GmbH, die den Fallbachlift in Thüringens bekanntestem Wintersportzentrum betreibt und vor Ort 17 Schneekanonen zur Verfügung hat. «Wenn wir wegen der Corona-Beschränkungen nicht aufmachen könnten, wäre das eine Katastrophe.»

Laut Regionalverbund haben alle Liftbetreiber Corona-Hygienekonzepte unter anderem mit Abstands- und Maskenregelungen ausgearbeitet. In auch im Sommer etwa für Mountainbiker geöffneten Anlagen wie dem Fallbachlift oder der Skiarena Silbersattel in Steinach hätten sich diese bereits bewährt, sagte Ebert. «Das möchten wir auch im Winter so weiter machen», ergänzte Mahn. Unproblematischer ist die Situation nach Einschätzung des Regionalverbunds beim Skilanglauf. Dieser gelte mit Blick auf Corona nicht als Risikosportart, sagte Ebert.

Angesichts der Corona-Situation in Österreich oder Südtirol hofft der Regionalverbund in diesem Winter auch auf Skiurlauber, die normalerweise nach Österreich oder Südtirol fahren. Dafür müsse allerdings das Wetter mitspielen und vor allem genügend Schnee liegen, so Ebert. Das war im vergangenen Winter nicht der Fall. Im Gegenteil: «Die vorige Saison war wegen fehlenden Schnees die schlechteste des Jahrzehnts.» (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.

Früher war der Sommerurlaub immer auch eine Selbstvergewisserung - im Ausland lief vieles nicht so gut wie zu Hause. Heute ist das oft anders. Ein Experte sieht sogar eine Gefahr für die Demokratie.

Im aktuellen PiNCAMP-Ranking für 2026 rücken deutsche Campingplätze stärker in den Fokus der Nutzer. Mit 39 Anlagen in den Top 100 stellt Deutschland die meisten Standorte im europäischen Vergleich.

Während der Branchenverband bundesweit von sinkenden Umsätzen berichtet, ziehen Freizeit- und Erlebnisparks im Norden eine positivere Zwischenbilanz des Sommers. Sie nennen dafür auch Gründe.

Urlaub kann manchmal hektisch werden. Deshalb setzen viele Reisende inzwischen auf Slow Travel. Das bedeutet, dass du weniger Orte bereist, aber dafür mehr Zeit an jedem einzelnen verbringst. Wir stellen dir das Konzept im Folgenden vor.

Die Zahl der Gäste und der Übernachtungen in Rheinland-Pfalz war im ersten Halbjahr so hoch wie in den vergangenen 20 Jahren nicht. Wirtschaftsminister Michael Ebling sieht sogar einen Boom.

Dänemark erlebt einen Urlauber-Ansturm: Im ersten Halbjahr gab es einen neuen Übernachtungsrekord. Besonders Deutsche zieht es ins Nachbarland – 7,5 Millionen Übernachtungen gingen auf ihr Konto.

Reisende sind der Tourismusbranche beim Einsatz Künstlicher Intelligenz nach Darstellung einer neuen Studie zwei Jahre voraus. Während 54 Prozent der befragten US-Reisenden KI bereits für die Reiseplanung genutzt haben, bieten 22 Prozent der befragten Destination Marketing Organizations entsprechende Funktionen auf ihren Internetseiten an.

Der dritte European Travel Trend Report der Dertour Group belegt das wachsende Interesse an Slow Travel, digitalen Auszeiten und Solo-Reisen. Besonders in Deutschland gewinnen entschleunigte Reiseformen und Alleinreisen stark an Bedeutung.