Corona-Umfrage: Urlauber zeigen sich unbeeindruckt

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Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt weltweit für Verunsicherung, gerade unter Reisenden. Doch wie kritisch sehen Urlauber die Lage tatsächlich? In einer internationalen Umfrage haben die Urlaubspiraten insgesamt 27.036 Nutzer befragt, inwiefern sich ihr Buchungsverhalten durch die vorherrschende Corona-Epidemie verändert hat.

Reisende halten an ihren Plänen fest

Lediglich 14 Prozent haben Angst, sich beim Reisen mit Corona zu infizieren. 39 Prozent haben in dieser Hinsicht keinerlei Bedenken, bei 47 Prozent kommt es auf das Reiseziel an. Der Großteil der Reisenden zeigt sich unbeeindruckt von der vorherrschenden Panik rund um das Coronavirus: 72 Prozent halten an ihren bestehenden Reisepläne fest. Lediglich 9 Prozent haben ihre Reise vorsorglich storniert oder verschoben. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) bucht ihre Reisen wie gewohnt, mehr als jeder Dritte (35 Prozent) wartet hingegen noch ab, wie sich die Lage entwickelt. 86 Prozent denken jedoch, dass sie im Sommer wieder normal verreisen werden. 

David Armstrong, CEO der HolidayPirates GmbH: “Als Reisevermittlungsportal bekommen wir die Auswirkungen der Corona-Angst natürlich auch zu spüren. Insgesamt rechnen wir aber nicht mit einem längerfristigen Einbruch des Reisemarkts. Zum einen, weil damit zu rechnen ist, dass bald ein gewisser Gewöhnungseffekt eintritt. Zum anderen, weil gerade Urlaubsreisen - anders als Geschäftsreisen - ein gewisses Grundbedürfnis der Menschen darstellen.”

Vorsicht bei Kreuzfahrtschiffen, keine Bedenken bei Flugzeugen

Nur knapp jeder Dritte (30 Prozent) fühlt sich ausreichend über seine Rechte als Reisender in Bezug auf Stornierungen und Umbuchungen aufgrund des Coronavirus informiert. Knapp die Hälfte (48 Prozent) fühlt sich nur teilweise informiert, gut jeder Fünfte (22 Prozent) fühlt sich schlecht informiert. Nach den vielen Berichten über unter Quarantäne gesetzte Kreuzfahrtschiffe, sagt mehr als ein Drittel der Befragten (34 Prozent), dass sie die Ozeandampfer vorerst meiden wollen. Jeder Fünfte (20 Prozent) versucht vor allem den öffentlichen Nahverkehr zu meiden. Lediglich elf Prozent meiden Flugzeuge und nur acht Prozent Fernzüge. 41 Prozent sehen die Lage hingegen entspannter und wollen nichts davon meiden. Zehn Prozent wollen vorerst auf alle genannten Verkehrsmittel verzichten.

Mehrheit hält das Ende der Reisebeschränkungen für absehbar

Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) denkt, dass die derzeitigen Reisebeschränkungen noch ein paar Monate anhalten werden. Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) denkt hingegen, das sie bereits in ein paar Wochen wieder aufgehoben werden. Lediglich 4 Prozent glauben, dass die Beschränkungen länger als ein Jahr anhalten werden. 5 Prozent glauben, dass Corona eine dauerhafte Gefahr bleiben wird.

Uneinigkeit bei den Vorsichtsmaßnahmen

46 Prozent halten die Vorsichtsmaßnahmen, die in Deutschland derzeit getroffen werden, um die Ausbreitung von Corona einzudämmen, für genau richtig. Gut jeder Dritte (34 Prozent) hält die Maßnahmen für übertrieben, knapp jeder Fünfte (19 Prozent) hält sie für ungenügend. 


 

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