Deutsche sind in Reiselaune

| Tourismus Tourismus

Die ersten Wochen des Jahres sind Hauptbuchungszeit für den Sommerurlaub, Anreize geben vor allem die Frühbucherrabatte der Reiseveranstalter. „Die Deutschen sind in Reiselaune“, so Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV).

„Und sie buchen in diesem Jahr besonders früh. Frühbuchen liegt 2024 voll im Trend.“ Unterstrichen wird dies durch die hohen Frühbucherumsätze für den kommenden Sommer: Inzwischen sind in stationären Reisebüros und auf Online-Reiseportalen Pauschal- und Bausteinreisen von Reiseveranstaltern im Wert von rund 3,6 Milliarden Euro für Sommerreisen zwischen Mai und Oktober gebucht worden, wie eine exklusive Auswertung von Travel Data + Analytics (TDA) im Auftrag des DRV zeigt. Damit liegen die Umsatzeingänge bereits jetzt deutlich über den Werten des vergangenen Jahres (2,4 Mrd. Euro) und auch über denen des Vor-Corona-Jahres 2019 (3,3 Mrd. Euro).

Die Experten einer aktuellen Marktprognose des DRV sind sich sicher, dass die Mehrheit der Deutschen trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten auch in diesem Jahr wieder verreisen wird. Besonders beliebt sind dabei für den Sommer die Ziele rund um das östliche Mittelmeer mit der Türkei und Griechenland. Ein Großteil der aktuell eingehenden Buchungen für organisierte Reisen geht in diese Richtung. Auch Spanien mit den Balearen, den Kanaren und dem spanischen Festland liegt in der Gunst der Reisenden wieder ganz vor. Ägypten und Tunesien holen deutlich auf. Ein Comeback in diesem Sommer ist für Fernreisen zu erwarten und auch Kreuzfahrten sind mit voller Kraft zurück.

„Insbesondere für Familien mit Kindern, die auf die Ferienzeiten angewiesen sind, bietet sich jetzt der Gang ins Reisebüro an, um den Sommerurlaub festzumachen – und dabei zu sparen“, so DRV-Präsident Fiebig. Die Frühbucherrabatte gelten meist bis Ende Februar oder Ende März. Mit diesen lässt sich häufig kräftig gegenüber den regulären Katalogpreis sparen. Die Frühbucherrabatte sind besonders für Familien mit Kindern, die in der Hauptsaison z.B. in den Sommerferien, verreisen möchten, zu empfehlen. Hier lassen sich die Frühbucherangebote häufig zusätzlich mit günstigen Kinderfestpreisen kombinieren. Aber auch alle anderen Gäste profitieren von den Angeboten, wenn sie ihre Reise länger im Voraus planen.

Gerade wenn ein bestimmter Abflughafen, ein ganz bestimmtes Reiseziel oder Hotel gewünscht sind, macht die frühzeitige Buchung Sinn – und spart zusätzlich auch noch Geld. Dies gilt auch bei Kreuzfahrten, wenn der Gast eine bestimmte Route oder eine bestimmte Kabine im Auge hat. Auch bei Studienreisen empfiehlt sich frühzeitiges Buchen, gerade wenn spezielle Länder und Rundreisen in Frage kommen und es zudem häufig auch eine Maximalteilnehmerzahl gibt.

Reisebüro beraten und finden den passgenauen Urlaub

Bei der frühzeitigen Buchung steht die volle Angebotspalette zur Verfügung – je früher man bucht, desto größer ist naturgemäß die Chance, das gewünschte, passende Angebot zu bekommen. Hier liegt auch der Unterschied zu Last Minute-Angeboten: Wer auf diese zurückgreifen möchte, sollte relativ flexibel bei der Urlaubswahl sein, denn je kurzfristiger die Reise gebucht wird, umso kleiner ist in der Regel auch das zur Verfügung stehende Angebot – und es muss auch nicht zwingend günstiger sein.

Die Ausgestaltung der Frühbucherrabatte ist von Reiseveranstalter zu Reiseveranstalter unterschiedlich. Häufig gibt es einen bestimmten Zeitpunkt, bis zu dem die Frühbucher-Angebote gebucht werden können –eine andere Variante ist die Festlegung eines bestimmten Zeitraums vor Reisebeginn, zum Beispiel bis 100 Tage vor Reiseantritt.

Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten, den Urlaub besonders preisgünstig zu planen. Unser Tipp: Um in dieser Angebotsvielfalt das Passende zu finden, ist es sinnvoll, sich im Reisebüro professionell beraten zu lassen. Und wichtig zu wissen: Der Reisepreis einer identischen Pauschalreise von ein und demselben Anbieter kostet auf allen Buchungskanälen den gleichen Preis. Es gibt also keine Preisunterschiede zwischen im stationären Reisebüro, im Internet oder am Flughafen gebuchten Komplett-Urlaubsreisen. Dabei genießt die über Reiseveranstalter organisierte Reise bei den Deutschen einen weiter wachsenden Stellenwert, da sie in vielerlei Hinsicht eine Absicherung und Betreuung der Reisenden vor, während und nach dem Urlaub bietet.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Berlins Übernachtungszahlen sinken leicht auf 29,4 Millionen, während München und Hamburg ihr Vorkrisenniveau bereits übertreffen. Visit-Berlin-Chef Kieker und Senatorin Giffey führen die Stagnation auf die mangelnde internationale Anbindung der Hauptstadt zurück und kritisieren auch die Bundesregierung.

Frankreich bleibt das meistbesuchte Urlaubsziel der Welt: 102 Millionen internationale Gäste sorgten 2025 für Rekordeinnahmen – doch beim Umsatz liegt ein Nachbarland vorn.

Trotz fehlender Großevents wie der Fußball-EM: Die Zahl der Gäste in Baden-Württemberg erreicht ein Rekordhoch. Die meisten Touristen im Südwesten kommen weiterhin aus Deutschland. Welche Rolle spielen Übernachtungen?

Absicherungen und 24-Stunden-Hotlines: Reiseveranstalter reagieren auf Pläne zu verschärften Einreisekontrollen. Obwohl die Details noch gar nicht feststehen, sind Touristen verunsichert. Zurecht?

In welchen deutschen Küstenregionen verbringen Urlauber am liebsten eine Auszeit? Schleswig-Holsteins Küsten liegen in der Reise-Gunst deutlich vorn. Doch es gibt etwas Bewegung bei den Marktanteilen.

Der HelloSafe Safety Index 2026 zeigt ein klares Bild der globalen Sicherheitslage: Europa bleibt die stabilste Region für den Tourismus, angeführt von Island und der Schweiz. Deutschland und Österreich sichern sich Plätze in den Top 15.

Eine aktuelle Postbank-Umfrage zeigt, dass zwei Drittel der Deutschen 2026 verreisen wollen, obwohl gestiegene Lebenshaltungskosten viele zum Sparen zwingen. Die Finanzierung erfolgt dabei überwiegend aus Ersparnissen, während Bargeld das bevorzugte Zahlungsmittel bleibt.

Eine aktuelle Analyse der Google-Maps-Bewertungen zeigt, welche europäischen Städte bei Touristen besonders hoch im Kurs stehen. Während Dresden das deutsche Ranking anführt, dominieren osteuropäische Städte wie Plowdiw und Prag den internationalen Vergleich.

Ein Spaziergang auf der zugefrorenen Ostsee, ein von Eis umschlossener Leuchtturm: Die extreme Kälte hat in diesem Jahr für eine ganz besondere Küstenkulisse gesorgt. Zieht das auch mehr Gäste an?

Eine YouGov-Studie im Auftrag des BTW belegt eine stabile Reiselust der Deutschen für 2026. Während klassische Urlaubsformen wie Bade- und Städtereisen dominieren, zeigt sich bei jüngeren Zielgruppen ein wachsendes Interesse an der Kombination von Arbeit und Urlaub. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist das entscheidende Kriterium bei der Buchung.