Deutsche wollen auch im Urlaub WLAN

| Tourismus Tourismus

Nur rund jeder 20. Deutsche(4,6 Prozent) wählt im Urlaub bewusst eine Unterkunft ohne WLAN, um besser abschalten zu können, so ein Ergebnis einer Studie von Netgear, die Civey im Auftrag durchgeführt hat. Vier von fünf Deutschen (81,1 Prozent) möchten genau das jedoch nicht – sie wollen WLAN-Zugang haben.

Das trifft besonders auf jüngere Befragte zu, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es lediglich 0,6 Prozent, die Ruhe suchen; bei den 30- bis 39-Jährigen sind es nur 1,9 Prozent. Jedoch entscheidet sich mit 9,6 Prozent ungefähr jeder zehnte der 40- bis 49-Jährigen bewusst für eine WLAN-freie Unterkunft.

Obwohl der Großteil der Deutschen im Urlaub digital mobil sein will, haben sie Sicherheitsbedenken. So sieht ein Drittel (32,4 Prozent) Sicherheitsrisiken im öffentlichen WLAN. Diese Sorge ist mit 35 Prozent bei den Frauen stärker ausgeprägt als bei den Männern (30 Prozent) und liegt auf Platz 3 im Gesamtranking der möglichen Sicherheitsprobleme im Urlaub.

Die größte Angst auf Reisen ist jedoch die vor Gerätediebstahl oder -verlust. Fast die Hälfte der Deutschen (44,1 Prozent) haben diese Sorge. Das betrifft mit 47,9 Prozent mehr Männer als Frauen (39,9 Prozent). Auf Platz 2 folgt der Kreditkarten-Hack (37,9 Prozent) – da sind sich Männer und Frauen nahezu einig (38,4 Prozent vs. 37,3 Prozent).  
Die Sorge vor Identitätsdiebstahl folgt auf Platz 4 mit 31,4 Prozent und betrifft stärker Frauen (33,2 Prozent) als Männer (29,6 Prozent). Etwas weiter abgeschlagen liegt mit 16,4 Prozent der Virenbefall – und ist nahezu gleich verteilt bei den Geschlechtern (17,4 Prozent bei Männern vs. 15,2 Prozent bei Frauen).

Ranking: Welches dieser digitalen Sicherheitsprobleme bereitet Ihnen auf Reisen die größte Sorge?

  1. Gerätediebstahl oder-verlust
  2. Kreditkarten-Hack
  3. Sicherheitsrisiken im öffentlichen WLAN-Netz
  4. Identitätsdiebstahl
  5. Malware / Virenbefall
  6. Passwortsicherheit
  7. Datenschutzverletzungen auf Websites / Apps

 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Während Airbnb und der DTV mit einem Millionen-Fonds den ländlichen Tourismus fördern wollen, warnt Hotelunternehmer Marco Nussbaum vor strategischer Einflussnahme. Wie andere Branchenexperten kritisiert die Kooperation als Instrument zum Aufbau politischer Beziehungen durch den Plattform-Konzern.

Die neue Reiseanalyse 2026 belegt einen Rekord bei den Reiseausgaben der Deutschen, während das Inland als Zielregion Marktanteile verliert. Flugreisen und Online-Buchungen setzen ihren Wachstumskurs fort, und auch Künstliche Intelligenz kommt bereits bei jeder fünften Reiseplanung zum Einsat

Österreich präsentiert auf der ITB Berlin 2026 neue Daten zum Ganzjahrestourismus: Mit einem Anteil von 28,1 Prozent an den Übernachtungen gewinnen Frühjahr und Herbst massiv an Bedeutung.

Der Urlaubsmarkt im Nordosten erholt sich. 2025 gab es mehr Übernachtungsgäste, aber seltener aus dem Ausland. Trotz guter Besucherzahlen brauche es frische Ideen, sagt Staatssekretär Jochen Schulte.

Tui rechnet mit der Rückholung seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines nach Deutschland zurückzubringen, sagte Vorstandschef Sebastian Ebel.

Nach dem Kriegsausbruch im Iran sitzen zehntausende deutsche Urlauber im Nahen Osten fest. Während die Bundesregierung Evakuierungen für vulnerable Gruppen vorbereitet und Reisekonzerne wie Tui erste Rückflüge planen, warnen Behörden vor logistischen Engpässen und betrügerischen Umbuchungs-Hotlines.

Die Deutschen buchen ihren Sommerurlaub 2026 so früh wie nie zuvor. Während die Türkei und das Mittelmeer boomen und die Pauschalreise als Sicherheitsgarant gefragt ist, müssen die USA deutliche Einbußen hinnehmen. Der DRV präsentiert zum Start der ITB Berlin die aktuellen Marktdaten.

Die ITB Berlin 2026 startet heute mit rund 6.000 Ausstellern aus über 160 Ländern. Im Mittelpunkt der dreitägigen Fachmesse stehen neben dem Gastland Angola die technologische Transformation durch Künstliche Intelligenz, strategische Wachstumsfelder wie Medical- und LGBTQ+-Tourism sowie ein international besetzter Fachkongress zur Zukunft der Branche.

Während der deutsche Reisemarkt insgesamt stagniert, boomt das Geschäft mit Fernreisen nach Asien. Neue Daten von YouGov und Sinus belegen ein Wachstum von zwölf Prozent für die Fernstrecke Ost und zeigen, welche Milieus den Trend antreiben.

Die deutsche Reisewirtschaft erreicht 2025 ein neues Rekordniveau: Fast 88 Milliarden Euro gaben die Bundesbürger für ihren Urlaub aus. Der Trend geht klar zur organisierten Veranstalterreise, während im Zielgebiet die Preissensibilität steigt. Besonders Kreuzfahrten bleiben ein massiver Wachstumstreiber der Branche.