Deutschland bleibt bei US-Amerikanern beliebt

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Die Vereinigten Staaten bieten weiterhin ein erhebliches Potenzial für den deutschen Incoming-Tourismus, wie eine aktuelle Exklusivstudie des Marktforschungsinstituts Appinio im Auftrag der Deutschen Zentrale für Tourismus ausweist. Demnach gehört Deutschland zu den präferierten Zielen bei der Destinationsentscheidung der US-Amerikaner, wobei 58 Prozent der reiseaffinen Befragten das Land bereits mindestens einmal bereist haben und 38 Prozent einen künftigen Besuch in Betracht ziehen.

Nachfrage bleibt hoch

Die Vorsitzende des Vorstandes der DZT, Petra Hedorfer, erklärt dazu: „Die Nachfrage der US-Amerikaner, nach Deutschland zu reisen, bleibt weiterhin hoch: Unsere Marktstudie zeigt zwar klar, dass die Kostensensibilität der Reisenden aus den USA aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gestiegen ist. Trotzdem bleiben die touristischen Ankünfte aus den USA von Januar bis Juli stabil auf Vorjahresniveau. Damit behaupten die USA klar ihre Position als wichtigster Überseemarkt für den deutschen Incoming-Tourismus. Das Ergebnis reflektiert den Erfolg unserer kontinuierlichen Marktbearbeitung und steht für die Strahlkraft der Marke Reiseland Deutschland.“

Ein von der Deutschen Zentrale für Tourismus eingesetzter rechnergestützter Ausblick prognostiziert für das laufende Jahr ein mögliches Wachstum von 0,5 Prozent auf 3,17 Millionen touristische Ankünfte aus den USA.

Attraktivität und Sicherheit des Reiseziels bewertet

Rund 83 Prozent der US-Reisenden bewerten Deutschland als attraktives Reiseziel, während 82 Prozent eine große Vielfalt an Angeboten bescheinigen und 81 Prozent das Land als sicher sowie gastfreundlich wahrnehmen. Zudem halten 77 Prozent das Reiseziel für gut erreichbar und 75 Prozent attestieren ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wobei Kulinarik, Architektur, regionale Traditionen sowie kulturelles Erbe für über 90 Prozent bei der Wahl eines Reiseziels zählen. Dabei verbindet fast die Hälfte der Befragten Deutschland mit genau diesem touristischen Angebot, wie die Erhebung darlegt.

Hohe Konsumausgaben amerikanischer Gäste

Für die touristischen Unternehmen verspricht der Markt, der im Vorjahr fast 7 Millionen Übernachtungen generierte, eine hohe Wertschöpfung, da sich mehr als 60 Prozent der Reisenden dem gehobenen Segment zuordnen. Auswertungen von Kreditkartendaten aus Juni 2026 zeigen, dass Gäste aus den Vereinigten Staaten die höchsten Konsumausgaben in der Destination generieren.

Fachlicher Austausch am Bodensee

Speziell für Repräsentanten der US-Reiseindustrie organisiert die Deutsche Zentrale für Tourismus am 29. September den Brachentag des US-Advisory-Boards in Lindau am Bodensee. Gemeinsam mit Partnern informiert die Organisation Entscheidungsträger über das aktuelle Angebot und bietet Raum für den Austausch zu Trends, während der Geschäftsführer der Digitalmarketingagentur Propellic, Brennen Bliss, eine Rede hält. Das weitere Programm umfasst Beiträge und Panels mit dem amerikanischen Reiseverband, verschiedenen Veranstaltern, Reisebüros wie Tauck und Kuoni Tumlare, der Reiseplattform Tripadvisor sowie den Mobilitätsexperten Lufthansa Group und Rail Europe.

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