Diese Ferienhausregeln klingen kurios – doch sie haben einen guten Grund

| Tourismus Tourismus

Eine aktuelle Holidu-Umfrage unter 3.299 Ferienhausvermietern in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien belegt, dass neben gängigen Rauch- und Partyverboten zunehmend spezifische, teils kurios anmutende Regeln Anwendung finden. Diese Vorgaben dienen laut den Vermietern primär dem Schutz der Einrichtung sowie der Sicherheit von Gästen und Nachbarn.

Vorgaben schützen Unterkünfte

In vielen Unterkünften gehören Standardvorgaben zum gewohnten Bild. So verbieten in Deutschland92 Prozent der befragten Gastgeber das Rauchen, während vier von fünf Vermietern keine Partys oder Veranstaltungen erlauben. Ergänzend dazu untersagen 59 Prozent Haustiere, 54 Prozent Fahrräder in der Wohnung und 48 Prozent das Umstellen von Möbeln.

Darüber hinaus existieren in Einzelfällen unkonventionelle Bestimmungen, die auf spezifische Erfahrungen der Gastgeber zurückzuführen sind. Zu diesen kuriosen Regeln zählen unter anderem technische Einschränkungen, bei denen das Berühren des WLAN-Routers untersagt ist, um versehentliche Einstellungsänderungen zu vermeiden. Auch energiebezogene Vorgaben sind verbreitet, da das Laden von E-Autos oder Fahrradakkus an normalen Steckdosen vereinzelt verboten ist, um die Haustechnik vor Überlastung und Brandrisiken zu schützen.

Weitere Einschränkungen betreffen kulinarische Verbote, bei denen einige Gastgeber das Braten von Fisch in der Küche oder das Grillen im Garten untersagen, um unangenehme Gerüche zu vermeiden. Im Bereich der sanitären Vorsicht weisen Vermieter in Spanien und Frankreich teils explizit darauf hin, ausschließlich Toilettenpapier in der Toilette zu entsorgen, um Verstopfungen der Hebeanlagen durch Feuchttücher zu verhindern. In einer französischen Unterkunft ist zudem das Aufstellen von Zelten im Garten untersagt, während eine weitere das Nudismus-Verbot in ihre Hausordnung aufgenommen hat.

Sicherheitsaspekte im Fokus

Die Regelungen seien meist das Resultat aus vorangegangenen negativen Erfahrungen oder wiederkehrenden Beschädigungen an der Substanz, erklärt Susanne Becher, die bei Holidu für das Deutschlandgeschäft verantwortlich ist. Laut Becher sollen die auf den ersten Blick ungewöhnlichen Vorgaben am Ende primär sicherstellen, dass alle Gäste ihren Urlaub unbeschwert genießen können.

Die Datenerhebung fand im Zeitraum vom 15. bis zum 22. Mai 2026 statt. Von den 3.299 Befragten stammten 1.371 aus Deutschland, 1.017 aus Frankreich, 538 aus Spanien und 373 aus Italien.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Uber bietet im September erstmals Tagesausflüge mit dem sogenannten Weintaxi von Frankfurt in den Rheingau an. An vier Wochenenden stehen täglich vier Fahrzeuge für Touren zu Weingütern im Rheingau zur Verfügung.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Booking.com verklagt. Streitpunkt ist die Weiterleitung bei „Flug + Hotel“-Angeboten zu lastminute.com der COMVEL GmbH, die nach Auffassung der Verbraucherschützer nicht ausreichend deutlich gemacht wird.

Erstmals seit der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge im Grenzgebiet zu Nepal haben chinesische Behörden Details zu den auf ihrer Seite vermissten Ausländern bekanntgegeben. Unter den 261 Vermissten sind auch drei Deutsche.

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.

Früher war der Sommerurlaub immer auch eine Selbstvergewisserung - im Ausland lief vieles nicht so gut wie zu Hause. Heute ist das oft anders. Ein Experte sieht sogar eine Gefahr für die Demokratie.

Im aktuellen PiNCAMP-Ranking für 2026 rücken deutsche Campingplätze stärker in den Fokus der Nutzer. Mit 39 Anlagen in den Top 100 stellt Deutschland die meisten Standorte im europäischen Vergleich.

Während der Branchenverband bundesweit von sinkenden Umsätzen berichtet, ziehen Freizeit- und Erlebnisparks im Norden eine positivere Zwischenbilanz des Sommers. Sie nennen dafür auch Gründe.

Urlaub kann manchmal hektisch werden. Deshalb setzen viele Reisende inzwischen auf Slow Travel. Das bedeutet, dass du weniger Orte bereist, aber dafür mehr Zeit an jedem einzelnen verbringst. Wir stellen dir das Konzept im Folgenden vor.

Die Zahl der Gäste und der Übernachtungen in Rheinland-Pfalz war im ersten Halbjahr so hoch wie in den vergangenen 20 Jahren nicht. Wirtschaftsminister Michael Ebling sieht sogar einen Boom.