Digitale Nomaden statt Backpacker

| Tourismus Tourismus

Während sich die Tourismusbranche weltweit langsam wieder von den Reisebeschränkungen erholt und die steigende Zahl der Urlauber begrüßt, sind einige Länder wählerischer bei der Auswahl der Touristen geworden. Sie setzen auf Qualität statt Quantität und wollen nur noch reiche Gäste in ihr Land lassen.

Allen voran Karibikstaaten wie die Cayman Islands oder Montserrat, die eh schon immer das Ziel zahlreicher Luxus-Touristen waren. Wie euronews berichtet, locken sie jetzt sogar digitale Nomaden mit speziellen Visa-Programmen, um sicherzugehen, dass auch weiterhin Gäste mit viel Geld ins Land kommen. Voraussetzung: ein Jahreseinkommen von 100.000 Dollar bzw. 70.000 Dollar. Auch die Fidschi-Inseln setzen auf Luxusreisen um „hochwertige Kundensegmente anzuziehen und auszubauen“ und ein „Wachstum der Besucherausgaben“ zu fördern, erkläre Tourism Fiji laut euronews. Damit wolle das Land einen nachhaltigen Tourismus unterstützen.

Auch Thailand und Bali wollen ihr Image als Paradies für Rucksackreisende abschütteln und wohlhabende Besucher in ihre Länder locken. Die Regierung Thailands hatte daher Hotels und Unternehmen aufgefordert, Touristen nicht mehr mit hohen Rabatten zu locken. (Tageskarte berichtete) Stattdessen solle das Land seinen Wert als Premium-Reiseziel erhöhen. Ein 10-Jahres-Visum für gutverdienende digitale Nomaden soll diesen Zweck ebenfalls erfüllen.

Auch Neuseelands Tourismusminister sprach Klartext und hat es auf vermögende Privatpersonen abgesehen: „Das sind nicht die Leute, die sich in ein Wohnmobil setzen und mit 10 Dollar pro Tag durch unser Land fahren und Instantnudeln essen“, sagte  Stuart Nash auf der Jahreskonferenz des Tourism Export Council of New Zealand laut euronews.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Seit 2024 verlangt die Lagunenstadt in der Hauptsaison Eintritt von Touristen - anfangs an 29 Tagen. Nächstes Jahr werden es 72 sein. Mehr als zehn Euro pro Tag sollen es aber nicht werden.

Heidelberg in Deutschland, Rom in Europa – diese Reiseziele erreichen in einer Auswertung von Meininger Hotels die höchsten Durchschnittsbewertungen von fünf KI-Modellen. Alle 200 untersuchten Ziele mit Platzierung und Punktzahl im Überblick.

Die deutsche Reisewirtschaft hat im Sommer 2026 mehr Umsatz und Reisende verzeichnet als im Vorjahr. Während Mittelmeerziele und Kreuzfahrten zulegten, blieb das Fernreisegeschäft deutlich zurück.

Die Lufthansa steht vor dem Einstieg bei der portugiesischen Fluggesellschaft Tap. Die Regierung in Lissabon wählte den deutschen Luftfahrtkonzern als bevorzugten Partner für den Erwerb von 44,9 Prozent der staatlichen Airline aus, wie Ministerpräsident Luís Montenegro mitteilte.

Kultur ist für viele Deutsche Bestandteil des Urlaubs, aber nur selten der Hauptreisegrund. Eine Studie zeigt, welche kulturellen Angebote Reisende interessieren und welche Rolle das lokale Leben am Urlaubsort spielt.

Deutschland hat in den Sommermonaten 2026 mehr Übernachtungen ausländischer Gäste verzeichnet als im Vorjahr. Damit bestätige der Incoming-Tourismus seine Widerstandsfähigkeit in einem unsicheren Marktumfeld, zog die DZT nun Bilanz.

Ob ETA oder ESTA: Wer für die Einreise notwendige Dokumente online beantragt, sollte genau hinschauen. Wie Urlauber offizielle Seiten erkennen - und was man tun kann, wenn man hereingefallen ist.

Eine Auswertung von Fit Reisen vergleicht Instagram-Beiträge zu 403 zertifizierten Wanderwegen in Deutschland. Der Rothaarsteig führt das Ranking vor dem Moselsteig und dem Heidschnuckenweg an.

Ein Ehepaar verpasst wegen eines verspäteten Zugs seinen Flug. Nach einem Urteil steht fest: Es bleibt auf den Kosten für den Ersatzflug sitzen. Wieso entschied das Gericht so?

Airbnb führt in zehn europäischen Ländern einen sogenannten „Wetterschutz“ ein. Die Versicherung greift, wenn der Niederschlag am Standort der Unterkunft eine festgelegte Schwelle erreicht oder überschreitet.