Digitale Nomaden statt Backpacker

| Tourismus Tourismus

Während sich die Tourismusbranche weltweit langsam wieder von den Reisebeschränkungen erholt und die steigende Zahl der Urlauber begrüßt, sind einige Länder wählerischer bei der Auswahl der Touristen geworden. Sie setzen auf Qualität statt Quantität und wollen nur noch reiche Gäste in ihr Land lassen.

Allen voran Karibikstaaten wie die Cayman Islands oder Montserrat, die eh schon immer das Ziel zahlreicher Luxus-Touristen waren. Wie euronews berichtet, locken sie jetzt sogar digitale Nomaden mit speziellen Visa-Programmen, um sicherzugehen, dass auch weiterhin Gäste mit viel Geld ins Land kommen. Voraussetzung: ein Jahreseinkommen von 100.000 Dollar bzw. 70.000 Dollar. Auch die Fidschi-Inseln setzen auf Luxusreisen um „hochwertige Kundensegmente anzuziehen und auszubauen“ und ein „Wachstum der Besucherausgaben“ zu fördern, erkläre Tourism Fiji laut euronews. Damit wolle das Land einen nachhaltigen Tourismus unterstützen.

Auch Thailand und Bali wollen ihr Image als Paradies für Rucksackreisende abschütteln und wohlhabende Besucher in ihre Länder locken. Die Regierung Thailands hatte daher Hotels und Unternehmen aufgefordert, Touristen nicht mehr mit hohen Rabatten zu locken. (Tageskarte berichtete) Stattdessen solle das Land seinen Wert als Premium-Reiseziel erhöhen. Ein 10-Jahres-Visum für gutverdienende digitale Nomaden soll diesen Zweck ebenfalls erfüllen.

Auch Neuseelands Tourismusminister sprach Klartext und hat es auf vermögende Privatpersonen abgesehen: „Das sind nicht die Leute, die sich in ein Wohnmobil setzen und mit 10 Dollar pro Tag durch unser Land fahren und Instantnudeln essen“, sagte  Stuart Nash auf der Jahreskonferenz des Tourism Export Council of New Zealand laut euronews.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.

Flusskreuzfahrten als Impuls für Hamburgs City: Neue Anleger mit guter Anbindung für Touristen, die Geld in Restaurants und Läden lassen sollen. Rot-Grün will Flusskreuzfahrten für die Stadt nutzen.

Venedig kostet seit letztem Freitag wieder Eintritt: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Terminen bis Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt dieses Jahr erneut zur Kasse gebeten.

Krisen wie im Nahen Osten bringen Urlaubspläne ins Wanken: Laut einer Umfrage ändern 16 Prozent der Deutschen mit Plänen für Ostern oder die kommenden drei Monate ihre Reise – einige verzichten ganz.

Die Lufthansa bekennt sich endlich zu ihrer vollständigen Geschichte. Doch zum 100. Jahrestag des Erstflugs steht das Unternehmen nicht allzu glänzend da. Neue Turbulenzen zeichnen sich ab.

Wer an Nord- oder Ostsee einen Strandkorb mieten will, muss je nach Ort und Saison unterschiedlich tief in die Tasche greifen. Wo sich Preise kaum ändern – und wo es teurer wird.