DZT veröffentlicht Programm für den 14. Tag des barrierefreien Tourismus

| Tourismus Tourismus

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hat das offizielle Programm für den 14. Tag des barrierefreien Tourismus bekanntgegeben. Die Fachveranstaltung findet am 4. März 2026 im Rahmen der internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin statt. Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie Vertreter von Fachverbänden kommen zusammen, um aktuelle Strategien und Fortschritte im Bereich der Inklusion auf Reisen zu erörtern.

Strategische Bedeutung der Inklusion für den Standort Deutschland

Für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Reiseziel spielt die Barrierefreiheit eine zentrale Rolle. Laut Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, ist Inklusion ein essenzieller Bestandteil der Strategie, Deutschland im internationalen Wettbewerb der Destinationen als kunden- und serviceorientiertes Qualitätsreiseziel zu positionieren. Ein attraktives Produktportfolio für Menschen mit Bedarf an inklusiven Angeboten sei dafür unverzichtbar. Der Tag des barrierefreien Tourismus diene als Plattform für den Dialog zwischen Betroffenen, Politik und Wirtschaft.

Die Veranstaltung wird von Dr. Christoph Ploß, Koordinator der Bundesregierung für Tourismus, eröffnet. Weitere Grußworte sprechen Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, sowie André Nowak, Sprecher der Arbeitsgruppe Tourismus beim Deutschen Behindertenrat (DBR). Nowak betont die Notwendigkeit, den barrierefreien Tourismus grenzüberschreitend im Interesse der Betroffenen und der Wirtschaft weiterzuentwickeln.

Schwerpunkte und technologische Potenziale im Fachprogramm

Das Programm umfasst eine Vielzahl an Fachthemen, die für Akteure der Hotellerie und Gastronomie sowie für Destinationsmanager relevant sind. Im Fokus stehen unter anderem die folgenden Aspekte:

  • Die DZT präsentiert die aktuelle Studie zu Mobilitäts- und Barrierefreiheitsanforderungen von Reisenden aus Europa.
  • John Sage, Geschäftsführer von Accessible Travel Solutions & Sage Traveling, hält eine Keynote zur Beschleunigung des Fortschritts bei der Barrierefreiheit.
  • Diskutiert werden die Konzeption und Vermarktung barrierefreier Kulturangebote sowie der Mehrwert effektiver Kommunikation.
  • Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Potenzialen digitaler Assistenz durch Künstliche Intelligenz, Virtual Reality und Wearables.
  • Internationale Reiseveranstalter und Destinationsmarketing-Organisationen erörtern ihr Zusammenwirken.
  • Best-Practice-Beispiele zeigen Ansätze für inklusives Destinationsmanagement und Erlebnisse am Wasser auf.

An der Konferenz beteiligen sich Vertreter namhafter Institutionen wie der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, der Bayern Tourist GmbH sowie das Unternehmen Wheel the World.

Organisatorische Details und Teilnahme

Der Tag des barrierefreien Tourismus findet im City Cube der Messe Berlin statt und wird zusätzlich als Online-Stream angeboten. Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Für die Erarbeitung des Programms zeichnet die DZT gemeinsam mit einem Projektbeirat verantwortlich, dem unter anderem die AG Leichter Reisen und der Arbeitskreis Tourismus für Alle angehören.

Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch, wobei eine Simultanübersetzung sowie Gebärdensprach- und Schriftdolmetscher zur Verfügung stehen. Während für die Präsenzteilnahme ein gültiges ITB-Ticket erforderlich ist, ist der digitale Zugang kostenlos. Interessierte Fachbesucher können das detaillierte Programm und die Anmeldung über das Portal der DZT abrufen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Airbnb-Analyse zeigt, welche naturnahen Ziele in Deutschland im Sommer 2026 bei Reisenden besonders an Beliebtheit gewonnen haben. Dabei dominieren Regionen am Bodensee sowie Standorte an Nord- und Ostsee.

Rund sechs Millionen Menschen besuchen jährlich die wohl berühmteste deutsche Kirche, den Kölner Dom. Bislang war das kostenlos. Für Besucher ändert sich das jetzt - doch es gibt Ausnahmen.

Eine aktuelle Studie von Booking.com verdeutlicht Diskrepanzen zwischen dem Wunsch nach nachhaltigem Reisen und dem tatsächlichen Handeln der verschiedenen Generationen.

Der Tourismus in Rheinland-Pfalz ist mit steigenden Gäste- und Übernachtungszahlen in das Jahr 2026 gestartet. Besonders die Regionen Rheinhessen, Mosel-Saar und Ahr legten im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr zu.

Der Deutsche Reiseverband hat die Bewerbungsphase für den Umweltpreis Ecotrophea 2026 eröffnet. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auszeichnung steht die Zusammenarbeit zwischen Tourismusunternehmen und lokalen Gemeinden.

Eine neue Umfrage belegt, dass 34 Prozent der Deutschen ihren Sommerurlaub aufgrund begrenzter Budgets einschränken oder ganz darauf verzichten müssen. Dabei spielt die laufende Kostenkontrolle für die Mehrheit der Reisenden eine entscheidende Rolle.

Fertitta Entertainment hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Caesars Entertainment geschlossen. Der Kaufpreis beläuft sich laut Unternehmensangaben auf 17,6 Milliarden US-Dollar einschließlich übernommener Schulden.

Tourismusunternehmen rund um den Bodensee ziehen überwiegend eine positive Zwischenbilanz zum Saisonstart 2026. Vor allem Schifffahrt, Freizeitziele und Bergbahnen melden stabile oder steigende Besucherzahlen.

Die Engpässe bei der Kerosinversorgung durch die Straße von Hormus sollen für Passagiere in Deutschland ohne Folgen bleiben. Der Flug in den Urlaub sei garantiert, versichern verschiedene Anbieter.

Trotz Rekord-Übernachtungszahlen 2025 steckt die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen in einem Stimmungstief: Vor allem hohe Kosten für Energie und Lebensmittel sorgen viele Betriebe – doch es gibt Ausnahmen.