Forsa-Umfrage zu Reisezielen, Planung, Kosten: So urlaubt Deutschland 2020

| Tourismus Tourismus

Balearen, die bayerischen Berge oder doch lieber Balkonien? Die Deutschen zeigen sich in diesem Jahr reisefreudig, denn 84 Prozent haben geplant, mindestens einmal zu verreisen. 43 Prozent der Deutschen wollen 2020 ein- bis zweimal in den Urlaub (mindestens drei Übernachtungen) verreisen. Das hat eine aktuelle Umfrage des forsa-Instituts in Auftrag von Sparwelt.de ergeben.

Jeder vierte Deutsche (27 %) möchte dieses Jahr zwei- bis dreimal, jeder Zehnte (9 %) sogar drei- bis viermal verreisen. 13 Prozent der Befragten wollen dieses Jahr jedoch zuhause bleiben.

Wo und wie buchen die Deutschen?

Von den Deutschen, die dieses Jahr geplant haben, ihren Urlaub irgendwo anders zu verbringen, buchen 61 Prozent mindestens eine ihrer Reisen im Internet, 26 Prozent wollen für die Buchung ein Reisebüro aufsuchen.

35 Prozent der Reisenden wollen dieses Jahr eine (oder mehrere) Pauschalreise(n) buchen (Flug + Unterkunft + Transfer). Ein Drittel (32 %) der Reisenden gibt an, ihre(n) Urlaub(e) in einer eigenen Unterkunft oder in der von Freunden, Bekannten, Verwandten (auch Campingwagen/ Wohnmobil) zu verbringen. 13 Prozent der Reisewilligen fahren dieses Jahr (auch) spontan in den Urlaub und buchen vorher nicht.

Reiseziele: Die Deutschen machen in der (europäischen) Heimat Urlaub

59 Prozent der Reisenden geben an, ihren Urlaub innerhalb Deutschlands zu verbringen. Sieben von zehn Deutschen (69 %), die dieses Jahr verreisen, verbringen ihren Urlaub voraussichtlich in Ländern innerhalb Europas. Für 17 Prozent der Reisenden soll es dieses Jahr in Länder außerhalb Europas gehen.

Urlaubslänge: Viele Deutsche planen bis zu einem Monat zu verreisen

Fast jeder zweite deutsche Urlauber hat dieses Jahr vor, insgesamt zwischen ca. zwei und vier Wochen zu verreisen (44%). 15 Prozent geben sogar an, dieses Jahr mehr als vier Wochen verreisen zu wollen. Jeder Dritte (32 %) wird voraussichtlich ca. ein bis zwei Wochen in Urlaub fahren, und 8 Prozent werden nicht länger als eine Woche im gesamten Jahr verreisen.

Das wollen die Deutschen für ihre Urlaube 2020 ausgeben

Bei ihren Urlauben zeigen sich die Deutschen durchaus ausgabefreudig: Rund ein Drittel aller Reisenden (32 %) will für sich mehr als 2.000 Euro für alle Reisen dieses Jahr ausgeben. Laut der aktuellen Umfrage ist ein Drittel (31 %) bereit, bis unter 1.000 Euro für ihre Reise(n) auszugeben, 28 Prozent wollen zwischen zirka 1.000 und 2.000 für ihre Reisen(n) in diesem Jahr bezahlen.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Tui soll Milliarden-Hilfskredite wegen Corona-Einbrüchen bekommen

Bei Tui zittern viele Mitarbeiter, das Reisegeschäft liegt seit der Verschärfung der Viruskrise auch in Europa am Boden. Kurzarbeit wurde schon beantragt. Jetzt gibt es eine weitere Nachricht, die für etwas Erleichterung sorgen dürfte.

Sechs Monate Kurzarbeit bei DER Touristik

Der Reisekonzern DER Touristik will für seine Veranstalter und zwei Zentralbereiche in Deutschland ab 1. April für rund sechs Monate Kurzarbeit einführen. Zuvor hatte das Unternehmen bereits alle Reisen bis zum 30. April abgesagt.

Touristen in Südafrika gestrandet - Deutsche Urlaubergruppe vor TV-Kameras gestoppt

Nach dem Inkrafttreten einer weitreichenden dreiwöchigen Ausgangssperre in Südafrika am Freitag sind tausende Touristen gestrandet. Der Kleinbus einer 14-köpfigen Urlaubergruppe aus Deutschland wurde am frühen Morgen sogar vor laufenden TV-Kameras gestoppt.

Airlines erwarten Extra-Hygienevorschriften, wenn Flüge wieder starten

Flugpassagiere müssen sich künftig auf zusätzliche Hygienemaßnahmen einstellen, wenn der Flugbetrieb nach der Corona-Krise wieder anläuft, so der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA). Die Lobbyisten aus Genf forderten Behörden erneut auf, die strikten Vorgaben zur Erstattung von Tickets zu lockern.

Bahn erwartet weniger Fahrgäste und Gewinn

Es lief eigentlich gut für die Bahn: Politik und Kunden entdeckten in der Klimadebatte das Zugfahren, Milliarden sind auf den Weg gebracht, um das Angebot zu verbessern. Dann kam das Coronavirus.

Zwei Milliarden Euro Staatshilfe für Tui?

Der weltgrößte Reisekonzern Tui steht in der Corona-Krise laut Insidern kurz vor einer Einigung über staatliche Unterstützung in Milliardenhöhe. Laut Bloomberg gehe es um Staatshilfe im Umfang von knapp zwei Milliarden Euro.

Berliner Senat denkt über vorübergehende Tegel-Schließung nach

Für den Flughafen Tegel zeichnet sich eine vorübergehende Schließung aufgrund des Coronavirus ab. Hintergrund sind die massiven Einbrüche bei den Passagierzahlen um mehr als 90 Prozent an den Berliner Flughäfen.

Condor beginnt Kurzarbeit und beantragt staatliche Corona-Hilfe

Die Ferienfluggesellschaft Condor will einen großen Teil ihrer Belegschaft wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit schicken. Mit den Gewerkschaften seien Vereinbarungen erzielt worden. Zudem habe man auch zusätzliche Staatshilfen beantragt.

Verbraucherschützer gegen Gutscheinregelung

Es regt sich Widerstand gegen den Plan, bei stornierten Flügen und Pauschalreisen zunächst nur Gutscheine auszuhändigen. Die Verbraucher dürften nicht gezwungen werden, der Reisebranche einen Kredit zu gewähren, so der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Ferienhausverband fordert Rettungsschirm

Durch Reiseverbote und behördliche Auflagen verzeichnen auch die Anbieter von Ferienhäusern 100-prozentige Umsatz- und Buchungsverluste. Unbürokratische Hilfen seien dringend erforderlich, so der Deutsche Ferienhausverband.