Früher Ski-Start: Kritik an Schneeband im Grünen bei Kitzbühel

| Tourismus Tourismus

Der frühe Saisonstart für Skifahrer auf der noch grünen Resterhöhe, unweit von Kitzbühel, sorgt für Streit in Österreich. Für ein schmales Pistenband wird in rund 1800 Metern Höhe konservierter Schnee aus dem vergangenen Winter genutzt.

Die Tiroler Grünen und die Naturschutzorganisation WWF kritisierten die Bergbahnen Kitzbühel als Betreiberin. «Das ist Skitourismus mit der Brechstange, wie ihn Tirol weder braucht noch notwendig hat», heißt es der österreichischen Nachrichtenagentur APA zufolge in einer Pressemitteilung von Tiroler Grünen. «In Zeiten der Klimakrise ist das nur mehr grotesk, was die Kitzbühler Bergbahnen aufführen.»

Die Bergbahnen Kitzbühel gehen bereits das fünfte Jahr in Folge im Oktober in Betrieb. Sie sehen in der Piste oberhalb von Mittersill im Pinzgau wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen.

Bergbahnenchef Josef Burger sagte dem ORF Salzburg, der ökologische Fußabdruck stimme. Das Angebot sei eine Alternative «zum aufwendigeren und teureren Gletschertraining». Der Restschnee der vorigen Wintersaison sei unter einer Plane deponiert worden. Das sei zudem günstiger und umweltfreundlicher als Schneekanonen.

Die Grünen konterten: Durch Gletscherskigebiete gebe es in Tirol ausreichend Möglichkeiten, schon im Herbst die Ski anzuschnallen. «Wer hier die Augen verschließt, der verschließt die Augen vor der Klimakrise.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen geht in die vierte Runde. Ab sofort können sich Tourismusorganisationen aus Orten, Regionen und Städten in ganz Deutschland bewerben, die an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Destinationsentwicklung arbeiten.

Hilton hat seinen Trends Report 2027 veröffentlicht. Die Untersuchung beschreibt, wie sich das Reiseverhalten deutscher Urlauber im kommenden Jahr verändern könnte. Im Mittelpunkt stehen Flexibilität, Erholung, persönliche Entwicklung und Vertrauen.

Dass München für Deutschland ins Rennen um Olympische und Paralympische Spiele geht, hat im Freistaat eine Welle der Euphorie ausgelöst. Auch das Gastgewerbe begrüßte die Entscheidung als starkes Signal für die Landeshauptstadt und den Freistaat.

Die Deutschen planen für diesen Herbst weniger Urlaubsreisen als vor einem Jahr. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Urlaubsplanungsindex des Deutschen Instituts für Tourismusforschung in Kooperation mit dem Deutschen Tourismusverband.

Royal Caribbean Group hat eine Vereinbarung über eine 50-prozentige Beteiligung an Sandals und Beaches Resorts unterzeichnet. Der Abschluss der rund drei Milliarden US-Dollar teuren Transaktion wird für Anfang 2027 erwartet.

Das im Mai eröffnete temporäre Erlebnis-Dorf des Erdbeer-Unternehmens Karls in Wernigerode im Harz soll 2027 in die Verlängerung gehen. Zunächst wird es aber nach den Herbstferien Anfang November schließen.

Lonely Planet zählt Dessau zu seinen Reisezielen für 2027. Autor Anthony Ham stellt das Bauhaus und dessen Einfluss auf die Alltagsarchitektur in den Mittelpunkt.

Die Aktien mehrerer Reiseplattformen haben nach dem Start von Metas KI-Assistent Muse nachgegeben. Analysten befassen sich mit möglichen Folgen für das Geschäft mit Reisebuchungen.

Eine aktuelle Studie der Deutschen Zentrale für Tourismus bestätigt die Bedeutung der Vereinigten Staaten als wichtigsten Überseemarkt für den deutschen Tourismus. Trotz gestiegener Kostensensibilität bleiben die Ankünfte stabil auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Ferienparkkette Center Parcs prüft die Errichtung eines großen Ferienparks im Lausitzer Seenland. Das Projekt auf Brandenburger Seite solle zwischen Sedlitzer See und Partwitzer See auf rund 90 Hektar Fläche 500 bis 700 Ferienhäuser umfassen.