Gemeinwohl im Vordergrund: Tourismus in Bayern soll nachhaltig werden. Foto: IMAGO / Westend61
Die Staatsregierung will den Tourismus in Bayern in Richtung «Nachhaltigkeit» lenken - ohne neue Vorschriften und ohne Nachprüfbarkeit der Ergebnisse. Urlaubsorte und Tourismusbetriebe gleichermaßen sollen sich anhand von 20 Kriterien an umwelt-, klima- und sozialfreundlichen Standards orientieren können, wie Wirtschaftsministerium und die Bayern Tourismus Marketing am Mittwoch erläuterten.
Doch angesichts des großen Streitpotenzials, welche Art des Wirtschaftens «nachhaltig» ist, verzichten die Initiatoren der Kampagne von vornherein auf eine Zertifizierung, bei der bestimmte Kriterien eingehalten werden müssten. «Ich glaube, dass das mehr Streit als Nutzen verursachen würde», sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). «Was ist nachhaltiger? Historische Bausubstanz, die ein paar Hundert Jahre hält, oder Wälder, die möglichst wenig angefasst sind?»
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Klar ist jedenfalls, dass der Tourismus dem Gemeinwohl dienen soll, nicht am kurzfristigen Profit orientiert, und auch nicht zu Lasten der örtlichen Bevölkerung gehen. Dieser letzte Punkt liegt Aiwanger angesichts der Klagen am Alpenrand über Münchner Ausflüglerscharen an schönen Wochenenden besonders am Herzen. «Wir müssen den Tourismus so gestalten, dass er dem Lande insgesamt nutzt», sagte der Freie Wähler-Chef. «Vom Tourismus müssen auch die Einheimischen maximal profitieren. (...) Er darf nicht die Heimat verzehren, sondern muss die Heimat stärken.»
Die Landtags-Grünen kritisierten die mangelnde Verbindlichkeit: «Die Söder-Regierung muss den Worten aber auch Taten folgen lassen», sagte der Abgeordnete Christian Zwanziger. «Solange CSU und Freie Wähler beispielsweise lieber Steuergeld für Schneekanonen ausgeben statt in nachhaltige Mobilität zu investieren, sind solche Ankündigungen doch nur heiße Luft.»
Die Corona-Pandemie hat die Tourismusbranche in Bayern sehr hart getroffen. Die Zahl der jährlichen Übernachtungen ging von 100 Millionen pro Jahr auf an die 60 Millionen zurück.
Die Aussichten für dieses Jahr sind ungewiss. Das erste Halbjahr sei gut gelaufen, sagte Barbara Radomski, die Chefin der Bayern Tourismus Marketing. Im Mai sei schon fast das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht worden. Doch angesichts steigender Infektionszahlen sind für den Herbst bislang weniger Buchungen eingetroffen als erhofft. «Die Nachfrage für den Herbst ist noch nicht da, wo wir sie gern hätten», sagte Radomski. (dpa)
Fast zehn Jahre lang war der Besuch der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, der sogenannten Plaza, kostenlos. Von Oktober an kostet er Geld. Welche Auswirkungen das haben wird.
Erneut sind Mallorquiner gegen den Massentourismus auf die Straße gegangen. Nur zwei Wochen nach der großen Kundgebung in Palma gegen den aus Sicht vieler Insulaner überbordenden Tourismus, fand die neue Demo nun in der Stadt Sóller statt.
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Die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen steigen im Jahr 2026 voraussichtlich auf den Rekordwert von 1,56 Billionen Euro, während die Zahl der Reisen nur leicht zunimmt.
Ob Spirituosen, Korallenschmuck oder Designer-Kopien: Wer Souvenirs aus dem Urlaub mitbringen möchte, sollte wissen, was er tut. Sonst kann es bei der Einreise Probleme geben.
Der Deutsche Alpenverein meldet auf zahlreichen Berghütten in den Alpen akute Wasserknappheit. Auf einzelnen Hütten muss Trinkwasser bereits per Hubschrauber geliefert werden, während der Verband zu umfassenden Sparmaßnahmen aufruft.
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Bahnreisen blieben für Fahrgäste im Juli eine Geduldsprobe: Mit 52,6 Prozent war lediglich etwas mehr als die Hälfte der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Quote damit unverändert.
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Muss sie auch nicht. Sie muss die Menschen interessieren, die Kaffeemaschinen für Hotels und Restaurants kaufen. Wenn Sie diese Anzeige gerade lesen, wissen Sie vermutlich, wo man solche Menschen erreicht.
Die Deutsche Zentrale für Tourismus lädt Ende September zu einem hochrangigen Fachtreffen mit US-Entscheidern an den Bodensee ein, um Trends im amerikanischen Reisemarkt zu analysieren.