Gesundheitsminister beraten über neue Corona-Regeln für Reiserückkehrer

| Tourismus Tourismus

Für Rückkehrer von Auslandsreisen könnten wegen der Corona-Pandemie bald neue Regeln gelten. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am späten Mittwochnachmittag bei einer Schaltkonferenz darüber beraten. Im Gespräch sind mehr gezielte Tests.

Eine Frage ist, ob dabei nur Rückkehrer aus stark vom Coronavirus betroffenen Staaten, die als Risikogebiete gelten, in den Blick genommen werden, oder auch aus anderen Ländern. Momentan sind viele Deutsche etwa in Frankreich, Spanien oder Griechenland im Urlaub - Ländern also, die nicht als Risikogebiet eingestuft sind.

«Es ist so, dass wir die nationale Teststrategie gemeinsam mit den Bundesländern anpassen im Hinblick auf Reiserückkehrer», sagte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums. Beraten werde etwa, inwieweit Personen ohne Symptome auf Kosten der Gesetzlichen Krankenversicherung getestet werden sollen. «Die Gespräche dazu, die laufen jetzt», so die Sprecherin.

Nach derzeitiger Rechtslage müssen Menschen, die aus sogenannten Risikogebieten zurückkommen, in Deutschland zunächst 14 Tage in häusliche Quarantäne. Der größte Teil der Staaten weltweit ist derzeit als Risikogebiet eingestuft - keine Quarantänepflicht gilt dagegen für Einreisende aus fast allen EU-Staaten und einigen anderen europäischen Ländern.

Ob sich Reisende tatsächliche immer in Quarantäne begeben, ist indes fraglich. Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Berlins Ressortchefin Dilek Kalayci (SPD), hatte daran jüngst Zweifel erkennen lassen. «Meine Befürchtung ist (...), dass sich Rückkehrer nicht daran halten», sagte sie in der Vorwoche.

Zuletzt hatten ungezügelte Partys von Urlaubern ohne Maske und Abstand auf Mallorca für Schlagzeilen gesorgt. Da Spanien aber kein Risikogebiet ist, müssen Urlauber von dort nach ihrer Rückkehr nicht in Quarantäne - soweit bei ihnen keine Infektion mit Sars-CoV-2 bestätigt ist. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Rund sechs Millionen Menschen besuchen jährlich die wohl berühmteste deutsche Kirche, den Kölner Dom. Bislang war das kostenlos. Für Besucher ändert sich das jetzt - doch es gibt Ausnahmen.

Eine aktuelle Studie von Booking.com verdeutlicht Diskrepanzen zwischen dem Wunsch nach nachhaltigem Reisen und dem tatsächlichen Handeln der verschiedenen Generationen.

Der Tourismus in Rheinland-Pfalz ist mit steigenden Gäste- und Übernachtungszahlen in das Jahr 2026 gestartet. Besonders die Regionen Rheinhessen, Mosel-Saar und Ahr legten im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr zu.

Der Deutsche Reiseverband hat die Bewerbungsphase für den Umweltpreis Ecotrophea 2026 eröffnet. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auszeichnung steht die Zusammenarbeit zwischen Tourismusunternehmen und lokalen Gemeinden.

Eine neue Umfrage belegt, dass 34 Prozent der Deutschen ihren Sommerurlaub aufgrund begrenzter Budgets einschränken oder ganz darauf verzichten müssen. Dabei spielt die laufende Kostenkontrolle für die Mehrheit der Reisenden eine entscheidende Rolle.

Fertitta Entertainment hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Caesars Entertainment geschlossen. Der Kaufpreis beläuft sich laut Unternehmensangaben auf 17,6 Milliarden US-Dollar einschließlich übernommener Schulden.

Tourismusunternehmen rund um den Bodensee ziehen überwiegend eine positive Zwischenbilanz zum Saisonstart 2026. Vor allem Schifffahrt, Freizeitziele und Bergbahnen melden stabile oder steigende Besucherzahlen.

Die Engpässe bei der Kerosinversorgung durch die Straße von Hormus sollen für Passagiere in Deutschland ohne Folgen bleiben. Der Flug in den Urlaub sei garantiert, versichern verschiedene Anbieter.

Trotz Rekord-Übernachtungszahlen 2025 steckt die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen in einem Stimmungstief: Vor allem hohe Kosten für Energie und Lebensmittel sorgen viele Betriebe – doch es gibt Ausnahmen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 83 Prozent der Briten Interesse an Reisen zu literarischen Schauplätzen oder Filmdrehorten haben. Dabei spielen besonders die Identifikation mit Charakteren und die visuelle Präsenz in Medien eine Rolle für die Reiseentscheidung.