Griechische Inseln ächzen unter Rekord-Touristenansturm

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Zahlreiche griechische Inseln leiden zunehmend unter dem Ansturm von Touristen und Ferienhausbesitzern aus dem In- und Ausland. Auf einigen Inseln entsteht in der Hochsaison sogar eine höhere Bevölkerungsdichte als im Ballungsraum der griechischen Hauptstadt Athen. Besonders betroffen sind die beliebten Jetset-Inseln Santorini und Mykonos. Das geht aus einer Studie der Universität der Ägäis hervor, die am Mittwoch in der griechischen Presse veröffentlicht wurde.

Im vergangenen Jahr verzeichnete Griechenland Rekordzahlen im Tourismus: Nach Angaben der griechischen Zentralbank kamen im Jahr 2025 fast 38 Millionen Touristen nach Griechenland – das entspricht nahezu dem Dreieinhalbfachen der griechischen Bevölkerung. 

Infrastruktur vieler Inseln am Limit

Die Forscher der Studie warnen nun, dass nicht nur die bekannten Urlaubsinseln, sondern auch zahlreiche kleinere Inseln mit der Belastung kaum noch Schritt halten können. Vor allem in den Sommermonaten steigen Wasserverbrauch, Strombedarf, Müllaufkommen und Verkehrsprobleme drastisch an. Gleichzeitig wird Wohnraum für Einheimische zunehmend knapp, da immer mehr Wohnungen als Ferienunterkünfte vermietet werden.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Tourismus zwar ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, jedoch nicht automatisch zu einer ausgewogenen Entwicklung führt. Die Wissenschaftler fordern daher einen Ausbau der Infrastruktur, strengere Raumplanung sowie ein nachhaltigeres Tourismusmanagement.

Regierung kündigt Maßnahmen gegen Massentourismus an

Das Problem ist dem Tourismusministerium in Athen bekannt. Schon Anfang Mai hatte die griechische Regierung angekündigt, entschlossener gegen die Folgen des Massentourismus vorzugehen. Geplant sind strengere Bauauflagen für Touristenhochburgen wie Santorini, Mykonos, Rhodos und Kos. Neue Hotels auf besonders belasteten Inseln sollen künftig kleiner ausfallen. (dpa)


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