Guter Sommer für Freizeitparks im Norden

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Die Sommersaison läuft für Freizeit- und Erlebnisparks im Norden gut bis zufriedenstellend - entgegen dem Bundestrend. Der Bundesverband der Freizeitparks hatte über Einbußen geklagt. Sowohl die Karls Erlebnisdörfer in Warnsdorf bei Lübeck und Rövershagen bei Rostock als auch der Hansapark in Sierksdorf berichten dagegen von einer guten Zwischenbilanz.

«Sehr starke Saison» bei Karls Erlebnisdörfern

«Wir erleben bei Karls eine sehr starke Saison in diesem Jahr», erklärt Robert Dahl, Geschäftsführer der Karls Erlebnisdörfer. Die Gründe dafür sieht er darin, dass man sich sehr viel Mühe mache, «mit Neuigkeiten aufzuwarten und mit viel Kreativität unsere Erlebnisdörfer zu gestalten». Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen viele schon lange dabei seien, hätten einen großen Anteil an der Beliebtheit. «Sie führen die Standorte mit viel Liebe und Hingabe.»

«Auch die Niedrigschwelligkeit, uns zu besuchen, hat dazu geführt, dass wir steigende Besucherzahlen melden können», sagt der Geschäftsführer. Das gelte im Grunde für alle acht Standorte. «Gerade Warnsdorf, wo es das Erlebnisdorf jetzt seit zwölf Jahren in der jetzigen Form gibt, begeistert mich immer wieder durch die Kontinuität in der Beliebtheit.»

Karls Erlebnisdörfer hätten einen starken Auftritt mit ihren Inhalten. Dahl: «Jetzt beginnt bald die Kürbiszeit, im Herbst kommt der Gruseloktober, dann das Schlittschuhlaufen. Die Jahreskarteninhaber könne alle Standorte im Bundesgebiet besuchen.»

Hansapark: Alleinstellung bietet riesigen Nutzen

Der Hansapark in Sierksdorf an der Ostsee erklärt, seine Saison sei geprägt von einem Auf und Ab, sei aber positiver als vom Bundesverband geschildert. Das habe verschiedene Gründe. «Wir sind Deutschlands einziger am Meer gelegener Themen- und Familienpark. Diese Alleinstellung hat auch einen riesigen praktischen Nutzen. Es ist bei uns nie so heiß wie im Binnenland», erklärt die Pressestelle. «Wir sind nicht allein, wenn wir sagen, dass Schleswig-Holstein im Tourismus zukünftig von den wärmeren Sommern profitieren kann», erklärt der Hansapark. 

«Wir spüren mehr denn je, dass unsere Gäste unsere gewaltige Transformation vom Legoland zu einem aufwendig gestalteten Themenpark mit dem Thema wertschätzen», erklärt die Pressestelle. Dafür habe man umfangreich investiert.

Die bisherige Saison sei «wie eine Achterbahnfahrt» gewesen. Während der Sommerferien habe es viele warme Tage mit vergleichsweise wenigen Hitzespitzen gegeben, was sich positiv auf die Besucherzahlen ausgewirkt habe.

Bundesverband berichtet von Einbußen

Der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU) in Berlin hatte in der «Bild»-Zeitung von «extremen Belastungen» für die Betreiber von Freizeitparks gesprochen, die hohe Einbußen für das wichtige Sommergeschäft bedeuteten. 

Grund für den Einbruch bei den Besucherzahlen seien die heftige Hitzewelle und steigende Kosten. «Wir rechnen mit einem zweistelligen Minus, das nicht selten 20 Prozent erreicht», hatte VDFU-Geschäftsführer Jürgen Gevers der Zeitung gesagt. 

Heide Park feiert 25 Jahre Holzachterbahn

Das Heide Park Resort in Soltau, nach eigenen Angaben Norddeutschlands größter Freizeitpark, kann auf dpa-Anfrage aktuell keine Einschätzung darüber abgeben, wie die Saison bisher verlaufen ist. Die größte Attraktion des Parks, die Holzachterbahn «Colossos», ist in diesem Jahr 25 Jahre alt geworden, was der Park mit vielen Aktionen feiert. Als besondere Attraktion bietet der Heide Park im September «Late Rides» an - Achterbahnfahrten in der Dunkelheit durch ein Lichtermeer. (dpa)


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