Herbstferien: Deutschlandurlaub bleibt beliebt

| Tourismus Tourismus

Betrachtet man die beliebtesten Orte bei den Kunden, die über die Vertriebskanäle von Destination Solutions gebucht haben, zeichnet sich in Deutschland ein klarer Trend zu den Küsten ab. Auf Platz eins landet Heringsdorf – auf den Rängen danach folgen Binz, Ahlbeck, Sellin, Karlshagen, Bansin, Kühlungsborn, Westerland, Sassnitz und Göhren.

Auch die beliebtesten Orte im Nachbarland Österreich hat das Unternehmen untersucht. Hier zieht es die Urlauber insbesondere an die Seen. Die Top 10 wird angeführt von St. Wolfgang am gleichnamigen Wolfgangsee – danach folgen Weyregg am Attersee, Bad Aussee, Mondsee, Maurach am Achensee, Abersee am Wolfgangsee, Schoppernau, Strobl am Wolfgangsee, Au im Bregenzerwald sowie St. Lorenz am Mondsee.

Dass sich die deutschsprachigen Ziele derart großer Beliebtheit erfreuen, führt DS auch auf die Tatsache zurück, dass sich Vermieter und Destinationen verstärkt auf die Situation im Corona-Jahr einstellen. Ob an den Küsten, in den Alpen oder in den weniger bekannten Gebieten gebe es eine hohe Sensibiltät für das Thema und starkes Umdenken – von optimierten Reinigungsprozessen bis hin zur kontaktlosen Schüsselübergabe.

Urlauber nach wie vor eher kurzentschlossen

Zwar hat sich der sprunghafte Anstieg von Buchungen im Mai relativiert, seit den kontinuierlichen Lockerungen innerhalb Deutschlands sei aber ein stetiges Buchungsplus im Vergleich zu 2019 zu beobachten. In diesem Sommer verzeichnete das Unternehmen deutlich mehr Buchungen für deutsche Urlaubsziele als üblich. Seit den erneuten Reisewarnungen für spanische und kroatische Regionen lasse sich auch für die Herbstmonate eine deutlich gestiegene Nachfrage für den heimischen Tourismus beobachten.

Zudem ging und geht der Trend ganz klar zu kurzfristigen Reservierungen – entsprechend gibt es für die Herbstferien zum Beispiel noch viele freie Kapazitäten, auch im dieses Jahr besonders beliebten Segment der Ferienwohnungen und Ferienhäuser.

Im Herbst ist noch viel zu haben

Entsprechend dem Kurzfristtrend hätten Reisewillige im Spätsommer noch große Auswahl, so Destination Solutions. Insgesamt stünden deutschlandweit im September noch 63 Prozent der Ferienwohnungen und Ferienhäuser zur Verfügung. Im Oktober seien es sogar 77 Prozent. Eine gute Auswahl im kommenden Monat sei mit 65 Prozent zum Beispiel noch im Bayerischen Wald verfügbar. Im Harz und im Saarland seien es je 68 Prozent, an der Mecklenburgischen Seenplatte 63 Prozent, in Ostfriesland 61 und im Lausitzer Seeland 60. In Österreich hätten Urlaubshungrige in Vorarlberg mit etwa 66 Prozent noch große Auswahl.

Fast durchweg höher liegen die Kapazitäten im Oktober. Hier stechen insbesondere der Harz mit 86 Prozent Auswahl und Ostfriesland mit 83 Prozent deutlich heraus.

Aufenthaltsdauer deutlich gestiegen

Destination Solutions hat auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer analysiert. Diese liegt nach wie vor deutlich über dem Vorjahr, was darauf hindeutet, dass der Kurztrip in der Nähe bei vielen zum Haupturlaub ausgeweitet wurde.

Im September wollen Gäste im Schnitt 7,4 Nächte am Aufenthaltsort verweilen – im Oktober sind es 6,9 Nächte. Im September liegt der Aufenthalt damit rund 24 Prozent höher als 2019 – im Oktober sogar 34 Prozent. Im Hochsommer zeichnete sich der Trend bereits ab, im September und Oktober verstärkt er sich bisher deutlich.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ist das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern zu teuer geworden? Immer mehr Urlauber sind einer Umfrage zufolge unzufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Start ins Tourismusjahr 2026 ist trotzdem vielversprechend ausgefallen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sieben von zehn Österreichern trotz wirtschaftlicher Unsicherheit eine Sommerreise planen. Die gestiegenen Lebenshaltungskosten führen jedoch zu reduzierten Budgets, vermehrten Urlauben im Inland und einer sensibleren Sicherheitsplanung.

Seit seiner Eröffnung 1992 fehlt dem Münchner Flughafen ein Fernbahnhof. Die Hoffnungen auf eine Behelfslösung haben sich zerschlagen. Eine Prüfung ergab, dass ICE-Züge nicht auf der bestehenden Trasse für S-Bahnen und Regionalzüge fahren können.

Der Reiseveranstalter Dertour verzeichnet für den Sommer 2026 eine starke Reiselust der Deutschen bei stabilen Preisen trotz gestiegener Kerosinkosten. Neben frühzeitigen Buchungen für klassische Sonnenziele und Fernreisen gewinnt das Last-Minute-Segment an Dynamik.

Eine Cover-Analyse zeigt die beliebtesten Urlaubsregionen deutscher Fachredaktionen über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass gedruckte Reisemagazine verstärkt auf naturnahe Rückzugsorte und Bergregionen abseits des Massentourismus setzen.

Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel rät Allergikern mit Anaphylaxie-Risiko zur Mitnahme eines ärztlich verordneten Notfallsets im Reisegepäck. Für den Transport von Adrenalin im Flugzeughandgepäck ist eine mehrsprachige ärztliche Bescheinigung erforderlich.

Die DDR-Marineplattform Ostervilm vor Rügen wurde an ein österreichisches Fertighausunternehmen versteigert. Die neuen Eigentümer planen den Umbau der maroden Ostsee-Station zu einem exklusiven, ökologischen Hotel- und Veranstaltungsort.

Eine Untersuchung von Klarna belegt einen deutlichen Wandel im deutschen Urlaubsverhalten hin zu häufigeren und kürzeren Reisen im Jahr 2026. Dies bringt veränderte Anforderungen an die kontinuierliche Finanzplanung und das persönliche Reisebudget mit sich.

Millionen Fans werden zur Fußball-WM in Nordamerika erwartet. Die USA rechnen mit dem bestbesuchten Turnier der Geschichte. Für die Gastgeber geht es um weit mehr als Sport.

Fünf deutsche Gemeinden von den Alpen bis zur Ostsee bewerben sich bei der Welttourismusorganisation um die Auszeichnung als beste Tourismusdörfer der Welt. Die Orte folgen auf die Vorjahressieger Bad Hindelang und Schiltach.