Italiener, Franzosen und Spanier halten deutsche Kinder für die bravsten im Urlaub

| Tourismus Tourismus

Reisen mit Kindern: Für einige klingt das nach Stress und wenig Erholung. Doch eine repräsentative Studie von weg.de in mehreren europäischen Ländern belegt, dass über die Hälfte der Befragten im Urlaub mit Kindern mehr Spaß hat. Trotzdem sind sich auch 54 Prozent einig, dass eine gute Vorbereitung nicht fehlen darf. Während Italiener besonders kinderlieb sind, hoffen viele Briten auf einen Urlaub fernab von Kindergeschrei. Italiener, Franzosen, Spanier - alle finden, die deutschen Kinder sind die bravsten im Urlaub – die Deutschen selbst sehen das anders. 

Diese und weitere Fakten enthüllt das Portal in der Studie „Urlaub mit Kindern”, bei der 10.000 Personen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien von einem Marktforschungsinstitut befragt wurden. Knapp die Hälfte der Befragten sind dabei selbst schon einmal mit einem Kind unter zwölf Jahren in den Urlaub gefahren.

Was Urlaub mit Kindern für Deutsche bedeutet:

Die Studie belegt: eine gute Vorbereitung ist beim Urlaub mit Kindern sehr wichtig. 54 Prozent der Befragten gaben an, dass ein Urlaub mit Kindern unbedingt einer größeren Vorbereitung bedarf, als ein Urlaub ohne Kinder. Dennoch gaben 52 Prozent der Befragten an, im Urlaub mit Kindern mehr Spaß zu haben. Allerdings sind sich 39 Prozent einig, dass der Urlaub mehr Spaß für die Kinder als für sie selbst bedeutet. Nur 24 Prozent der Befragten finden einen Urlaub mit Kindern genauso entspannt wie einen Urlaub ohne Kinder. 23 Prozent finden allerdings auch, dass der Urlaub mit Kindern sehr anstrengend ist.

Welcher Urlaub wird mit Kindern gemacht:

Besonders deutlich wird in der weg.de Studie die europaweite Nachfrage nach kindgerechten Angeboten in den Ferien: 28 Prozent der Deutschen wählen vorrangig Hotels, die auf Familien ausgerichtet sind. Ein Viertel der Deutschen bucht mit Kindern am liebsten ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung und ein Fünftel bevorzugt Hotels und Resorts, die Kinderbetreuung anbieten. In Italien ist die Kinderbetreuung mit 30 Prozent am stärksten gefragt. Zehn Prozent der Franzosen gehen gerne mit ihren Kindern campen und sind damit Spitzenreiter beim Campingurlaub. In Deutschland entscheiden sich dagegen nur zwei Prozent für Zelt oder Wohnmobil mit Kindern. Dass Familien mit Kindern unter zwölf Jahren nur selten eine Städtereise machen, gilt europaweit.

Was denken Kinderlose über Kinder im Urlaub:

Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der kinderlosen befragten Deutschen fühlen sich ab und an von Kindern im Hotel oder im Flugzeug gestört, allerdings fühlen sich genauso viele (36 Prozent) durch Kinder überhaupt nicht gestört. Um Kindergeschrei zu vermeiden, entscheiden sich 22 Prozent für ein Adults Only Hotel. Am ehesten fühlen sich Befragte über 55 Jahre von Kindern gestört (45 Prozent), Adults Only Hotels werden mit 31 Prozent am häufigsten von Personen zwischen 24 und 34 Jahren gebucht.

Europaweit sind die kinderlosen Briten nicht nur bei der Buchung von Adults Only Hotels mit 27 Prozent die Vorreiter. Ebenso geben 24 Prozent an, Kinder im Urlaub nicht um sich haben zu wollen - und sind damit unter den befragten Ländern führend in dieser Aussage. Bei den Franzosen unterstützen nur 13 Prozent der Befragten diese Aussage. Ganz besonders kinderfreundlich sind die Italiener - sie fühlen sich kaum von Kindern gestört und meiden Kinder im Urlaub auch nicht gezielt.

Welche Kinder sind am besten erzogen:

Die Studie zeigt: Die deutschen Kinder werden als die bravsten angesehen. Sie werden länderübergreifend am meisten gelobt und erhalten mehrheitlich ein “sehr gut” für ihr Betragen. 57% aller Befragten finden, deutsche Kinder benehmen sich im Urlaub sehr gut oder gut. Von den italienischen Kindern denken das nur 45 Prozent der Befragten.  Die befragten italienischen Erwachsenen sind am meisten davon überzeugt, dass deutsche Kinder die besten Manieren haben: 68 Prozent der Italiener gaben an, dass sich die deutschen Kinder gut oder sehr gut benehmen. 

Lustig ist, dass ausgerechnet nur acht Prozent der Deutschen ihren Kindern im Betragen die Note “sehr gut” geben. Deutsche finden, dass vor allem französische Kinder sehr gut erzogen sind. Ausreißer im negativen Sinne sind die Briten: 13 Prozent finden, dass sich ihre Kinder im Urlaub überhaupt nicht gut verhalten. Die schlechtesten Noten geben die Italiener sich selbst: Sie sind damit im Brave-Kinder-Vergleich die Schlusslichter.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Vom Meeresrauschen in den Schlaf gewiegt werden und morgens den Sonnenaufgang über der See beobachten: Schlafstrandkörbe sind beliebt. Über eine Erfolgsgeschichte aus dem Norden.

Eine aktuelle Analyse untersucht die Beliebtheit von 30 Alpendestinationen anhand von Instagram-Followerzahlen und Gastronomiebewertungen. Die Ergebnisse zeigen regionale Unterschiede in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz.

Eine Umfrage unter Ferienhausvermietern zeigt, dass neben klassischen Verboten auch kurios anmutende Regeln existieren. Diese spezifischen Vorgaben sollen meist die Unterkunft vor Schäden bewahren und den Aufenthalt für alle Gäste sichern.

Strand, Altstadt oder Sehenswürdigkeit: Im Urlaub ist das Smartphone schnell gezückt. Doch wer die Fotos anschließend in sozialen Medien oder in größeren Chatgruppen teilt, sollte vorher genau hinschauen.

Der Wildes-Wasser-Weg in Bodenmais ist zum schönsten Wanderweg Deutschlands 2026 in der Kategorie Tagestouren gewählt worden. Insgesamt beteiligten sich über 52.000 Personen an der Abstimmung des Wandermagazins.

Das Statistische Bundesamt registriert für das erste Halbjahr 2026 gestiegene Preise für Flugtickets und Pauschalreisen. Dabei zeigen sich je nach Destination teils deutliche regionale Unterschiede bei den Kosten.

Die anhaltende Trockenheit im Hochsommer lässt die Pegelstände des Rheins in Hessen und Rheinland-Pfalz fallen und fallen - für Kabinenschiffe könnte es demnächst eng werden.

Ein aktueller Bericht offenbart wachsende Unterschiede im Reiseverhalten europäischer Nationen. Während Reisende in Deutschland ihre Ausgaben pro Trip erhöhen, setzen britische Urlauber auf eine höhere Frequenz.

Der Deutsche Tourismusverband hat seinen Praxisleitfaden für nachhaltigen Tourismus aktualisiert. Eine Studie zeigt gleichzeitig, dass zwar ein hohes Bewusstsein herrscht, aber oft personelle und finanzielle Kapazitäten fehlen.

Streit ums Handgepäck: Das Oberlandesgericht in Hamm kippt die Ein-Stück-Regel einer spanischen Fluggesellschaft. Zu den umstrittenen Maßen sagen die Richter aber nichts.