Keine Tagestouristen: Hoteliers und Gastronomen  in MV ernüchtert

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Das Gastgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Ansicht des Dehoga-Verbands nach der Entscheidung der Landesregierung, noch keine Tagestouristen zuzulassen, völlig ernüchtert. «Wir haben großes Interesse daran, dass der Schulstart klappt, auch im Sinne unserer Mitarbeiter, die selbst Kinder haben», sagte Dehoga-MV-Präsident Lars Schwarz am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Er kritisierte, dass die Landesregierung parallel zu den Schutzmaßnahmen zum Schulstart alles andere ausgeblendet habe. Das Kabinett hatte die Zulassung von auswärtigen Tagestouristen mit Blick auf die zuletzt wieder gestiegenen Corona-Infektionen und die vollständige Öffnung von Schulen und Kitas auf das nächste Treffen am 28. August vertagt.

Der Dehoga-Verband hatte laut Schwarz konkrete Vorschläge unterbreitet, wie mit Tagestouristen und der Aufnahme von Personalien umgegangen werden kann. «Wenn man ehrlich ist, muss man feststellen, dass schon jetzt jeden Tag Tausende Tagestouristen in Mecklenburg-Vorpommern sind.» Das habe aber keine negativen Auswirkungen auf die Infektionslage gehabt. «Wir haben bis jetzt keinen Fall in der Gastronomie oder Hotellerie.» Es gebe deshalb keinen Anlass dafür, die Branche für private Familienfeiern wie jüngst im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Haftung zu nehmen.

Schwarz fürchtet langfristige negative Auswirkungen des Ausgrenzens der Tagestouristen. Es werde lange dauern, bis die Gäste das verziehen haben werden. Schwarz betonte, dass sich seine Branche genauso wie die Landesregierung hochverantwortlich für «das große Ganze» wie Schule, Kitas oder Wirtschaft fühle. (dpa)


 

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