Landal GreenParks expandiert weiter

| Tourismus Tourismus

Ferienparkbetreiber Landal GreenParks schloss das Jahr 2020 mit einem Umsatz von 405 Millionen Euro ab, 35 Prozent weniger als 2019. Der Ferienparkanbieter erwartet, dass auch in den kommenden Jahren mehr Menschen im eigenen Land Urlaub machen werden. Über das Tochterunternehmen Landal Makelaardij wurden im letzten Jahr 40 Prozent mehr Ferienhäuser an private Investoren verkauft. Das Unternehmen intensivierte 2020 in Expansionen und kündigte 17 neue Ferienparks in den Niederlanden, Deutschland, Dänemark und Großbritannien an. 2021 plant Landal GreenParks, mit einer vergleichbaren Anzahl neu gebauter und übernommener Parks an europäischen Standorten weiter zu expandieren.

Obwohl die Sommerumsätze (+ 22 Prozent im Vergleich zu 2019) die anderen Quartale nicht kompensieren konnten, wuchs das Unternehmen um 11 Prozent mehr als die Konkurrenz. Die Niederlande hatten ein besseres Ergebnis als die ausländischen Märkte. Diese kämpften mit vielen Parkschließungen und geschlossenen Grenzen, während einige niederländische Parks auch während des Lockdowns offen bleiben konnten. 

Aufgrund der Gastronomieschließungen entwickelte Landal GreenParks neue Konzepte, um den Gästen in den Ferienparks weiterhin ein kulinarisches Angebot anbieten zu können. Darunter ein Sortiment an Foodboxen und frisch zubereiteten Gerichten, die die Gäste online über die Landal-App ins Ferienhaus bestellen können. Dafür wurden unter anderem 75 neue Webshops errichtet und das Angebot mit Back- und Kochworkshops im Ferienhaus erweitert. Anfang dieses Monats wurde Landal GreenParks mit dem Foodservice Award 2021 in der Kategorie Leisure für sein Engagement in diesem Bereich ausgezeichnet.

Beschleunigtes Wachstum

Die Bündelung von Landal Makelaardij und Vakantiemakelaar ermöglicht für Landal GreenParks ein beschleunigtes Wachstum des Portfolios im Bereich der Neubauprojekte. Auch auf internationaler Ebene gibt es erhebliche Wachstumschancen. Im vergangenen Jahr wurden 17 neue Ferienparks bekanntgegeben, die unter der Marke Landal betrieben werden. 

„Unsere Gäste entscheiden sich – neben Ruhe und viel Platz inmitten der Natur – zunehmend für mehr Luxus. Wir reagieren darauf, indem wir weitere neue, qualitativ hochwertige Parks in der Natur in unser Angebot aufnehmen. Der Schwerpunkt der Expansion liegt teilweise auf neuen, teilweise auf bestehenden Standorten in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und in Großbritannien“, so Dirk Anbeek, Geschäftsführer von Landal GreenParks.

Starker Anstieg der Investitionen in Freizeitimmobilien

Die Nachfrage nach Ferienhäusern weist in diesem Jahr ein beträchtliches Wachstum auf. Besonders freistehende, größere Ferienwohnungen auf weitläufigen Grundstücken sind beliebt. Das macht sich auch bei Landal Makelaardij bemerkbar, wo der Verkauf von Ferienhäusern 2020 bereits um 40 Prozent anstieg. Auch 2021 wird mit Wachstum gerechnet, u. a. durch den Verkauf von Neubau-Ferienhäusern an neuen Standorten. Außerdem wird von der Bündelung mit dem Branchenpartner Vakantiemakelaar viel erwartet, der Ende des letzten Jahres übernommen wurde. Mit circa 700 verkauften Ferienhäusern pro Jahr ist Vakantiemakelaar der größte Anbieter im Bereich Freizeitimmobilien. Durch den Zusammenschluss beider Anbieter entsteht der größte Vermittler von Freizeitimmobilien in den Niederlanden.

Der Markt wird aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren weiter wachsen. Beide Freizeitimmobilienmakler haben das Ziel, die großen Marktanteile, die sie gemeinsam haben, weiter auszubauen. Im vergangenen Jahr haben sie bereits bei einer Reihe von Immobilienprojekten zusammengearbeitet. Die Marken Vakantiemakelaar und Landal Makelaardij werden weiterhin nebeneinander auf dem Markt operieren.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Erneut sind Mallorquiner gegen den Massentourismus auf die Straße gegangen. Nur zwei Wochen nach der großen Kundgebung in Palma gegen den aus Sicht vieler Insulaner überbordenden Tourismus, fand die neue Demo nun in der Stadt Sóller statt.

Die Robinson Club GmbH registriert eine Veränderung beim Luxusverständnis deutscher Reisender. Demnach definieren viele Befragte Luxus im Urlaub primär über Zeit, Erholung sowie die Entlastung von alltäglichen Pflichten.

Die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen steigen im Jahr 2026 voraussichtlich auf den Rekordwert von 1,56 Billionen Euro, während die Zahl der Reisen nur leicht zunimmt.

Ob Spirituosen, Korallenschmuck oder Designer-Kopien: Wer Souvenirs aus dem Urlaub mitbringen möchte, sollte wissen, was er tut. Sonst kann es bei der Einreise Probleme geben.

Der Deutsche Alpenverein meldet auf zahlreichen Berghütten in den Alpen akute Wasserknappheit. Auf einzelnen Hütten muss Trinkwasser bereits per Hubschrauber geliefert werden, während der Verband zu umfassenden Sparmaßnahmen aufruft.

Lufthansa kämpft mit teurem Kerosin und Streiks. Chef Spohr hält nun sogar einen Gewinnrückgang im Gesamtjahr für möglich und kündigt weiterhin hohe Ticketpreise an.

Bahnreisen blieben für Fahrgäste im Juli eine Geduldsprobe: Mit 52,6 Prozent war lediglich etwas mehr als die Hälfte der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Quote damit unverändert.

Am Mittelmeer werden für Schirme und Liegen teils horrende Preise verlangt. An einigen Stränden Italiens gehen die Behörden neuerdings dagegen vor, auch wegen der EU. Aber die alten Kräfte wehren sich.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus lädt Ende September zu einem hochrangigen Fachtreffen mit US-Entscheidern an den Bodensee ein, um Trends im amerikanischen Reisemarkt zu analysieren.

Der Sächsische Weinwanderweg verbindet die Betriebe der zweitkleinsten deutschen Weinregion, die nach schwierigen Jahren zu DDR-Zeiten eine Renaissance feiert. Vor allem der Schaumwein startet durch.