Mainz setzt nach Corona auf Tagestourismus

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Nach dem Einbruch im Tourismus wegen der Corona-Krise hat die Stadt Mainz mit der Stadtmarketinggesellschaft Mainzplus und Hoteliers ein Konzept für Tagestouristen erarbeitet. Es drehe sich darum, wie gezielt solche Besucher angelockt und Mainz als Ziel beworben werden könne, sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Die Krise bietet auch eine Chance.» Vermutlich reisten weniger Menschen in die Ferne und hätten Ziele im Umfeld mehr im Blick.

Mainz spürt deutlich, dass der Tourismus fast komplett zum Erliegen gekommen ist. Normalerweise legten zu dieser Jahreszeit täglich vier oder mehr Flusskreuzfahrtschiffe an, diese Menschen konsumierten dann in der Stadt, sagte Ebling. Das fehle. Das Konzept will die Stadt auch dem für Tourismus zuständigen Wirtschaftsministerium vorstellen.

Minister Volker Wissing (FDP) hatte Anfang Juni eine Kampagne mit dem Motto «Deine Goldene Zeit in Rheinland-Pfalz» vorgestellt, mit dem gezielt Inlandstouristen hierher gelockt werden sollen. Die Kampagne arbeitet ausschließlich mit Motiven aus ländlichen Regionen, davon versprechen sich Wissing und die beauftragte Agentur in Zeiten von Abstandsregeln den meisten Erfolg. OB Ebling sieht darin keinen Widerspruch zum städtischen Konzept. «Wir brauchen den Brückenschlag ins Umland», sagte der Oberbürgermeister. Dann könne es gelingen, in der Stadt und drumherum den Tourismus wieder anzukurbeln. (dpa)


 

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