Mit Parade und Feuerwerk - Hamburger Hafengeburtstag kann beginnen

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Imposante Großsegler, kolossale Marine-Boote und eine faszinierende Lichtshow: Nachdem Schiffsbegeisterte coronabedingt drei Jahre lang auf den Hamburger Hafengeburtstag warten mussten, kann am Freitag (13.30 Uhr) das maritime Volksfest wieder beginnen. Bis Sonntag können Besucher auf der rund vier Kilometer langen Flaniermeile an der Elbe feiern. Es werden mehrere Hunderttausend Gäste erwartet.

Neben der traditionellen Ein- und Auslaufparade am Freitag und Sonntag wird es am Samstagnachmittag wieder das Schlepperballett geben. Für dieses nach Angaben der Stadt weltweit einmalige Spektakel «tanzen» die bis zu 3000 PS starken und wendigen Boote zu klassischer Musik auf dem Wasser. In diesem Jahr wird auch die südliche Seite der Elbe mit einbezogen und über Shuttles die Überfahrt zum Hafenmuseum ermöglicht. Die Besucher können an beiden Seiten an Bord von mehr als 25 Traditions- und Museumsschiffen, Schleppern, Feuerschiffen, Marineschiffen und ähnlichen Wasserfahrzeugen gehen.

Weiteres Highlight ist die Lichtshow «Hamburgs Lichtermeer» von Bord eines Aida-Kreuzfahrtschiffes mit anschließendem Feuerwerk am Samstagabend. Zudem gibt es auf den zehn Bühnen des Hafengeburtstages Musik, unter anderem von Selig, Pohlmann, Jeden Tag Silvester, Truck Stop, The Rattles, Captain Jack und Extrabreit.

Der Naturschutzbund forderte unterdessen, das Volksfest abzusagen. In Krisenzeiten sei es unverantwortlich, eine Großveranstaltung wie den Hafengeburtstag zu veranstalten, teilte der Nabu Hamburg mit. «Die von Kanzler Scholz proklamierte Zeitenwende mit außergewöhnlichen Umständen verlangt, dass auch Hamburg Zeichen setzen und derartige Großevents spontan absagen muss», sagte der Vorsitzende Malte Siegert. Mithilfe eines Protestbriefs an die Chefs großer Reedereien wolle man diese dazu auffordern, die Nutzung von Schweröl sofort zu beenden.

Zum ersten Mal in seiner langjährigen Geschichte wird der Hamburger Hafengeburtstag in diesem Jahr im September gefeiert. Wegen der Corona-Pandemie war der traditionelle Termin im Mai abgesagt worden. Weil es rund um das Fest zu Verkehrsbehinderungen durch Straßensperrungen kommt, rät die Polizei dazu, mit der Bahn anzureisen. Allerdings wird die S-Bahnlinie S3 über die Elbe den ganzen Samstag über voll gesperrt. Dies ist nach Angaben der Bahn für den Abschluss der Reparaturarbeiten an einer Brücke erforderlich. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte den betroffenen Bereich weiträumig umfahren. (dpa)


 

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