Morgan Stanley: Amazon könnte als nächstes die Online-Reiseindustrie auf den Kopf stellen

| Tourismus Tourismus

Analysten von Morgan Stanley glauben, dass Amazon als nächstes das Internet-Reisegeschäft aus den Angeln heben könnten. Der online Reiseverkauf biete Amazon großartige Geschäftsmöglichkeiten. Morgan Stanley sagt, dass der E-Commerce-Riese erhebliche Gewinne aus dem Reisesektor generieren könnte: „Der Online-Reisemarkt“ erwies sich bisher als unempfindlich gegenüber Attacken durch Amazon. Aber wie wir bei anderen Kategorien gesehen haben, heißt das nicht, dass Amazon es nicht noch einmal versuchen wird“, schrieb Analyst Brian Nowak in einer Mitteilung an die Kunden der Bank.

Amazons Fokus auf Auswahl, Service, Preisgestaltung und reibungsloses Bezahlen und die Konversionraten könnten auch für das Reisegeschäft genutzt werden, zitiert CNBC den Analysten des Geldhauses, der ausführte, dass Amazon mehr als 300 Millionen Verbraucher anspreche, die Geld für ein potenzielles Reiseangebot ausgeben könnten. Er schätze, dass Online-Reiseunternehmen wie Booking und Expedia jährlich etwa 620 Millionen Dollar dafür bezahlen, um ihre Angebote zusammenzustellen. Dies sei für Amazon keine große Investition. „Unsere grobe Analyse der Anzeigeneffizienz spricht für Amazons Fähigkeit, wiederholten, direkten Traffic zu generieren.

Die geschätzten Ausgaben pro Transaktion betrügen nur einen Bruchteil der Ausgaben von Booking oder  Expedia“. Nowak sagte, dass Reisen allein in den USA einen jährlichen Markt von 480 Milliarden US-Dollar darstellen. Er schätze, dass Amazon 600 Millionen Dollar Gewinn pro Jahr erzielen könnte, wenn es ein Online-Hotelgeschäft aufbauen würde, das ungefähr die Hälfte der Expedia-Größe ausmache.
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die dänische Hauptstadt will nachhaltigen Tourismus fördern. Dafür wurde das Programm CopenPay entwickelt, das es nach zwei Sommerdurchläufen künftig ganzjährig gibt. Wie kann man profitieren?

Kaum öffnet Terminal 3 am Frankfurter Flughafen, schließt Terminal 2. Der Bereich wird grundlegend erneuert und bleibt für einige Jahre außer Betrieb. Für Passagiere soll sich dann viel ändern.

Der Merian Verlag hat in München erstmals seine neuen Branchenpreise an sieben ausgewählte Destinationen, Hotels und Akteure der internationalen Tourismuswirtschaft verliehen. Unter den Preisträgern befinden sich unter anderem die Stadt Göteborg, das Brenners Park-Hotel und die MSC Group.

Eine Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Generationen bei der Bewertung der Flugetikette. Während jüngere Passagiere bei Körperhygiene und Smartphone-Nutzung an Bord weitaus toleranter sind, weisen ältere Reisende eine wesentlich geringere Akzeptanz für dieses Verhalten auf.

Eine Auswertung der Gästebefragung T-MONA zeigt, wer im Sommer nach Österreich reist, wie hoch die Ausgaben ausfallen und welche Faktoren bei der Wahl von Reiseziel und Unterkunft eine Rolle spielen.

Schöne Marineschiffe, tolle Flugzeuge, imposanter Zug? Schnell ein Foto gemacht - und dann klicken die Handschellen? Warum Touristen Verbotsschilder im Urlaub unbedingt erst nehmen sollten.

Neue Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen deutliche Unterschiede bei den Kosten für Restaurant- und Hoteldienstleistungen in Europa. Besonders in mehreren südeuropäischen Ländern liegt das Preisniveau deutlich unter dem deutschen Vergleichswert.

Brandgeruch im Tower, Nachtflugverbot ausgesetzt: Am Flughafen München brauchen Reisende zum Ende der Pfingstferien Geduld.

Die Kreuzfahrt ist ein Massengeschäft geworden, auch dank der Rostocker Reederei Aida Cruises. Die Passagierzahlen steigen und steigen. Gleichzeitig setzen neue Auflagen die Branche unter Druck.

UN Tourism registrierte im ersten Quartal 2026 weltweit 307 Millionen internationale Touristenankünfte. Gleichzeitig erwartet die Organisation aufgrund des Nahostkonflikts und steigender Reisekosten eine Abschwächung des Wachstums im weiteren Jahresverlauf.