Münchner Flugtaxi-Entwickler Lilium holt sich 240 Millionen Dollar

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Der Münchner Flugtaxi-Entwickler Lilium hat mitten in der Coronavirus-Krise eine 240 Millionen Dollar schwere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Führender Investor war dabei der chinesische Internet-Konzern Tencent, wie Lilium am Montag mitteilte. 

Lilium entwickelt ein Elektro-Flugtaxi mit fünf Sitzen. Während die meisten Konkurrenzmodelle wie übergroße Drohnen konzipiert sind, soll der Lilium Jet senkrecht starten und landen, aber die Strecke mit Hilfe von Tragflächen wie ein konventionelles Flugzeug zurücklegen. Das soll eine höhere Geschwindigkeit und mehr Effizienz ermöglichen.

Experten hatten Ende vergangenen Jahres Zweifel an der Schlüssigkeit des Lilium-Konzepts angemeldet. Firmenchef Daniel Wiegand hielt nun in einem «Handelsblatt»-Interview dagegen und kritisierte die Studie. Die Berechnungen seien mit falschen Zahlen durchgeführt worden. «Es ist einfach falsch zu behaupten, dass die Batterie nach einer Minute leer ist», sagte er. Lilium werde zwar für das spätere Serien-Modell noch etwas bessere Batterien benötigen. «Wir brauchen aber definitiv keine Wunderbatterie für unseren Lilium Jet.»

Das frische Geld will Lilium unter anderem einsetzen, um die Entwicklung der Maschine abzuschließen und wie geplant zum Jahr 2025 die Serienproduktion und den Betrieb regionaler Flugdienste zu starten. Trotz des Verlusts eines Prototypen bei einem Brand während Wartungsarbeiten im Hangar liege man im Plan, betonte Wiegand.

(dpa)


 

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