Nach Waldbränden: Tourismusnachfrage in Sächsischer Schweiz erholt sich nur langsam

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Der Tourismus in der Sächsischen Schweiz leidet noch immer unter den Nachwehen des Waldbrandes in einem kleinen Teil des gleichnamigen Nationalparks. «Die Buchungslage mit Blick auf die Herbstferien ist wieder besser. Sie liegt aber noch deutlich hinter den starken Werten der Vorjahre zurück», sagte Tino Richter, Geschäftsführer des Tourismusverband Sächsische Schweiz der Deutschen Presse-Agentur. Einerseits sei für dieses Jahr eine gewisse Zurückhaltung zu erwarten gewesen, das es wegen der Entwicklung der Corona-Pandemie wieder bessere Möglichkeiten für Auslandsreisen gab. «Andererseits fehlen nach wie vor noch Buchungen, die während der Waldbrände oder danach nicht getätigt wurden.»

Richter zufolge erholt sich die Nachfrage nur langsam. «Mit einer großangelegten Werbekampagne - unterstützt durch das Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus sowie die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen - versuchen wir die Nachfrage anzukurbeln.» Fakt sei aber, dass die Zeit des Waldbrandes direkt für erhebliche Ausfälle gesorgt habe.

«Zusätzlich fehlten in dieser Zeit neue Buchungen für die Herbstmonate. So blieb nach unserer Einschätzung auch der September deutlich hinter den Vorjahren zurück.» Die offizielle Statistik liege aber noch nicht vor. Erst für Oktober verspüre man eine leichte Erholung. «Wir setzen weiter auf verstärkte Werbung, um nun vor allem noch die Wintermonate und Buchungen für das nächste Jahr für die Region zu stabilisieren.»

Andere Sorgen der Branche bleiben nach Einschätzung von Richter bestehen. Er verwies dabei auf den Arbeitskräftemangel und die Energiepreise. «Dazu kommt, dass wir mit den steigenden Preisen ein zurückhaltendes Konsumverhalten erwarten, das Reiseentscheidungen bei den Gästen zurückstellt. Also: Steigende Preise könnten auf geringere Nachfrage treffen. Das lässt Umsatzrückgänge befürchten, die nach mehreren Krisenjahren für die Unternehmen nur schwer zu verkraften sind.» (dpa)


 

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